Meldungen aus dem ASV Südtiroler Schachbund

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Regionale Phase der TSS endgültig abgesagt

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04.04.2020  Es war nur eine Frage der Zeit, bis Meldungen wie diese eintrudeln: Der Regionalverband CR Alto Adige hat heute auf seiner Internetseite die Mitteilung veröffentlicht, dass die regionale Phase der Schulschachmeisterschaft endgültig abgesagt ist.

In rund sechs Wochen, vom 14. bis 17. Mai, soll das diesjährige Finale der Schulschachmeisterschaft über die Bühne gehen. Als Ausrichtungsort ist Caorle vorgesehen. Dass dieser Wettbewerb in diesem Jahr tatsächlich stattfindet, scheint kaum glaubwürdig zu sein, schließlich liegt Carole in der Region Veneto, die neben der Lombardei und der Emilia Romagna zu den am meist betroffenen Gebiete der Coronavirus-Pandemie zählt.  Auf bessere Zeiten hoffen nur die größten Optimisten, aber genau die muss es anscheinend geben. Wie sonst ist es zu erklären, dass das Turnier von offizieller Seite noch nicht abgesagt ist? Einige Regionalverbände haben bereit die Notbremsen gezogen und die regionalen Phasen bereits definitiv gestrichen. Südtirol zählt jetzt auch dazu. „Die Sicherheit und die Gesundheit der Spieler und der Beteiligten muss im Vordergrund stehen“, heißt es auf der Internetseite des CR Alto Adige.

 

Gefährdet ist auch die U18-Regionalmeisterschaft. Die Ausrichtung dieses Turniers war für den 25. April in Milland bei Brixen geplant. Nachdem eine Entspannung der aktuellen Krise nach wie vor auf sich warten lässt, ist auch hier mit einer Absage zu rechnen. Wobei in diesem Fall eine Verschiebung bis Ende Mai möglich wäre. Wie es um die Durchführung der U18-Italienmeisterschaft in Terrassini bestellt ist, ist noch nicht klar. Die Spatzen, die am liebsten jetzt schon die Absage verkünden würden, haben zwar Stellung auf den Dächern bezogen, aber mit Kanonen auf sie zu schießen, das will offenbar nicht wirklich jemand tun.

Der nationale Verband hält sich derzeit mit offiziellen Mitteilungen zurück. Dabei wäre dies höchst an der Zeit. Lediglich in einem Punkt hat die FSI die Reißleine gezogen und die italienische Mannschaftsmeisterschaft CIS für dieses Jahr gestrichen. Wurde zunächst nur eine mögliche Verschiebung angekündigt, so gab es später ein Umdenken. Nachdem klar war, dass es aufgrund der im Herbst zu erwartenden Überlastung an nachzuholenden Veranstaltungen kaum möglich ist, einen passenden Termin zu finden, der sich nicht mit den Interessen des Europäischen Verbandes ECU und des Weltschachverbandes FIDE überschneidet, hat die FSI den Mannschaftswettbewerb endgültig abgesagt.

 

Die Coronavirus-Pandemie sorgt im Südtiroler Schachkalender für große Unsicherheiten. Das Kalterer Osterturnier hat Gerhard Bertagnolli bereits abgesagt, und ob die fünfte Auflage des Festivals von St. Ulrich im Juni dieses Jahres wirklich stattfinden wird, ist auch noch nicht sicher.  Der SC Gröden will diesbezüglich in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ruben Bernardi die Risiken jeder Art kaum auf die eigenen Schultern binden wird, dürfte um einiges größer als dass man die Denksportler im Kulturhaus mit Mundschutz und Desinfektionsmittel an den Brettern sieht. Und dann wartet in Lichtenberg ein Turnier im Rahmen des Jugend-GP auf die Durchführung. Auch in diesem Punkt dürfte die SSB-Verantwortliche Carmen Lantschner demnächst eine Entscheidung treffen. Die Ungewissheit hat momenten die besseren Trümpfe im Ärmel.

 

In einer heiklen Situation befindet sich auch der Weltverband. Die FIDE musste viel Kritik einstecken, als in Jekaterinenburg der Startschuss des Kandidatenturniers erfolgte. Unter teils abenteuerlichen Umständen haben die Teilnehmer den Ort erreicht. Bei Halbzeit musste das Turnier abgebrochen werden, nachdem die russische Regierung die Grenzen dicht machte und die Spieler deshalb so schnell wie möglich die Heimreise antreten mussten. Wann fortgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Bei diesem Turnier sollte der Herausforderer für Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt werden

Das fällige WM-Match sollte dann im Rahmen der EXPO 2020 in Dubai stattfinden. Dass die Weltausstellung wie vorgesehen pünktlich am 20. Oktober beginnt, ist noch nicht mit fettgedruckten Lettern niedergeschrieben worden. Die ersten Rufe nach einer Verschiebung sind jedenfalls nicht zu überhören gewesen.

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Coronavirus: Finale in Deutschnofen abgesagt

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25.02.2020  Das Coronavirus und seine Folgen: Dieses Thema sorgt derzeit für Schlagzeilen in sämtlichen Medien und TV-Kanälen. Die Auswirkungen sind gravierend, und die Sorgen werden von Tag zu Tag größer. Jetzt hat auch der ASV Südtiroler Schachbund reagiert und die letzte gemeinsame Spielrunde der 51. SMM in Deutschnofen abgesagt. SSB-Präsident Andreas Steger hat die Vereine darüber per E-Mail informiert. Der Wortlaut:  

 

Werte Schachfreunde,

 

wer das aktuelle Tagesgeschehen im Fernsehen oder in den Printmedien aufmerksam verfolgt, der weiß, dass es derzeit ein Thema gibt, welches weltweit Sorge bereitet: das Coronavirus und seine Folgen.

 

Nun ist der Zeitpunkt erreicht, an dem auch wir vom ASV Südtiroler Schachbund nicht mehr um dieses Thema herum kommen.

 

Ich habe mich in den letzten beiden Tagen näher damit befasst und auch Meinungen von Fachleuten eingeholt. Auch Schachkollegen haben mich kontaktiert und dabei ihre Bedenken im Hinblick auf den geplanten, letzten Spieltag am 7. März 2020 in Deutschnofen zum Ausdruck gebracht.

 

Nach Rücksprache mit den Vorstandsmitgliedern Carmen Lantschner, Anton Christanell, Alois Hofer und Martin Kowalczyk und vor allem auch mit dem Schachlcub Deutschnofen/Alpengourmet sind wir der Auffassung, dass es unter den gegeben Umständen und im Sinne der Gesundheit unserer Mitglieder und deren Familien angebracht erscheint, auf die Austragung der gemeinsamen Spielrunde in Deutschnofen zu verzichten.

 

Mit Bedauern, aber auch im Bewusstsein, im Rahmen unserer Verantwortung das richtige zu tun, folgen wir vom ASV Südtiroler Schachbund den Entscheidungen anderer Institiutionen und Verbände, die bemüht sind, mit solchen und ähnlichen Vorbeugemaßnahmen die rasante Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, und wir tragen auf diese Weise den Empfehlungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs Rechnung. Wir hoffen daher auf Euer Verständnis!

 

Ich möchte jedoch betonen, dass die Entscheidung, die gemeinsame Spielrunde abzusagen, keine Absage des neunten Spieltags bedeutet. Er findet wie geplant am 7. März 2020 statt, wobei die im Spielkalender erstgenannten Mannschaften das Heimrecht genießen.

 

Gens una sumus!

 

Andreas STEGER

Präsident ASV Südtiroler Schachbund

 

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Ein neuer FIDE-Meister: Stephan Moroder

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15.02.2020 Seit wenigen Tagen hat er es schwarz auf weiß: Nach zuletzt starken Ergebnissen in der 2. österreichischen BL hat der Grödner Stephan Moroder die Marke von 2.300 FIDE-Elopunkte geknackt und hat daher den Titel eines FIDE-Meisters erhalten. Der 39-jährige ist der insgesamt zwölfte Südtiroler Spieler, der sich FIDE-Meister nennen darf, und nach dem nicht mehr aktiven Tobias Werther der zweite des SC Gröden. Der ASV Südtiroler Schachbund gratuliert und wünscht weiterhin viel Erfolg!

AVS Südtiroler Schachbund

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… und zum dritten!

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03.02.2020 Nachdem der Titelverteidiger FM Stefano Bonagura in diesem Jahr nicht mitspielte, rauften sich beim Bozner Open einige andere Spieler um den Titel eines Landesmeisters, der vom ASV Südtiroler Schachbund vergeben wird. Am Ende siegte FM Max Spornberger. 

Der Grieser machte es spannend, kämpfte er doch verbissen um den Sieg beim Bozner Open. Zwar reichte es nicht, aber seine vier Punkte zahlten sich dennoch aus. Als bester Südtiroler entschied er die Landesmeisterschaft für sich. Nach 2014 und 2015 ist es für Max Spornberger der dritte Titelgewinn. Das gelangen vor ihm Fritz Prosser und FM Nicholas Paltrinieri.

Ihm am nächsten kam Gerardi Saverio. Der 39-jährige stammt aus der Provinz Frosinone, lebt aber schon seit einiger Zeit im Raum Sterzing und ist für den Schachclub Wipptal in der C-Liga aktiv.

Der ausrichtende Verein des Bozner Opens, der ASD Arci Scacchi, dürfte sich über den Empfänger des dritten Preises gefreut haben, ging dieser doch an FM Davide Olivetti.

Den Preisträgern herzlichen Grlückwunsch von Seiten des ASV Südtiroler Schachbund!

 

ASV Südtiroler Schachbund

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An diesem Wochenende: 15. Bozner Open

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28.01.2020  Am kommenden Freitag, den 31. Jänner, so früh wie noch nie – beginnt in Bozen unter der Regie des ASD Arci Scacchi das 15. Bozner Open. Die diesjährige Auflage scheint auf eine neue Rekordbeteiligung zuzusteuern, sind doch jetzt bereits mehr als 110 Teilnehmer aus sechs Nationen eingeschrieben. Bekanntllich geht es auch um den Titel eines Südtiroler Landesmeisters, deshalb sollten sich die einheimischen Spitzenspieler rasch einen Platz sichern!

ASV Südtiroler Schachbund

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Arturo Giuliano (1935 – 2020)

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27.01.2020  Vor wenigen Tagen ist in Trient Arturo Giuliano gestorben. Er wurde 84 Jahre alt. Er war immer dort anzutreffen, wenn es darum ging, die Südtiroler Schachszene zu beleben. So gehörte er zu jenem Kreis von Schachfreunden, die vor 50 Jahren die Südtiroler Schachtätigkeiten mit der Gründung eines Landesverbandes regelten.

Wie kaum ein anderer hat er das Schachleben in unserem Land vor allem in der Anfangsphase maßgeblich mitgestaltet. In seiner Jugendzeit, die vom frühen Tod seines Vaters geprägt war, lebte er in Bozen, wo er schon im damals bestehenden Trafojerklub mitwirkte. Später gründete er einen Studentenklub in Bozen, und als 1964 der Richterklub gegründet wurde war Giuliano ebenfalls dabei. 

Er war Gründungsmitglied des Südtiroler Schachbundes und übernahm im allerersten SSB-Vorstand die Aufgaben als Pressereferent der italienischen Sprache.

Später, als er in Neumarkt als Bezirksrichter seinen Lebensunterhalt verdiente, war er wieder mit von der Partie, als dort 1967 ein Schachclub ins Leben gerufen wurde.

Martin Kowalczyk, SSB-Pressesprecher und langjähriger Weggefährte Giuliano’s, erinnert sich:  „Nachdem im Neumarkter Vereinsleben nach einigen Unterbrechungen 2007 entgültig die Lichter ausgingen, kehrte Schachmeister Giuliano 2008 wieder zu seinen Wurzeln zurück und war für J. Richter/LASK Bozen für mehrere Jahre im SMM-Aufgebot anzutreffen, wo er gar einigen mit seinen taktischen Fähigkeiten die Suppe versalzte.“

Bei vielen Südtiroler Schachspielern wird er in guter Erinnerung bleiben. 

Auch in seiner beruflichen Laufbahn hinterließ er bleibende Spuren. In Padua schloss er das Studium der Rechtswissenschaften mit einer Diplomarbeit im Verwaltungsrecht ab. Er bekleidete die Ämter des Untersuchungsrichters in Bozen, des Richters in Neumarkt, des stellvertretenden Staatsanwalts in Trient, wo er auch Richter des Jugendgerichts, Präsident der Strafvollzugsschule und Berater des Berufungsgerichts war. Schließlich war er ein Ratsmitglied des Obersten Kassationsgerichtshofs und erhielt 1982 aus den Händen des damaligen auch in Südtiroler unvergessenen Staatspräsident Sandro Pertini eine Auszeichnung.

Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder.

 

 Elorangliste

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Ein gutes Jahr für Viktor Hulinskyy

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06.01.2019 Gestern hat der ASV Südtiroler Schachbund die neue Elorangliste veröffentlicht. Die Namen der besten Zehn sind gegenüber der letzten offiziellen Rangliste vor sechs Monaten dieselben geblieben. Auch an der Reihenfolge hat sich mit einer Ausnahme wenig geändert.

FM Alberto Barp bleibt weiterhin die Nummer eins vor IM Federico Manca und IM Alexander Bertagnolli. Auf den Rängen vier bis sieben folgen die FM Francesco Seresin, Fulvio Zamengo, Max Spornberger und Gerd Schacher. FM Nicholas Paltrinieri hat sich durch den Sieg bei der Kaltern-Trophy auf Rang acht verbessert und FM Andrea Dappiano auf Platz neun verdrängt. Die Nummer zehn der Rangliste ist FM Andre Spornberger.

Die Nachwuchsspieler waren im abgelaufenen Jahr 2019 die fleißigsten Punktsammler. Der für Brixen/Milland spielende Viktor Hulinksyy (im Bild) hat dabei den höchsten Zuwachs verzeichnet. Der 14-jährige verbesserte sein Rating um 201 Elopunkte. Thomas Leiter vom SC Ehrenburg errang 164 Elopunkte dazu, die Wertungen von Fridolin Maier und Pascal Sartore gingen um 120 Elopunkte nach oben.

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