Meldungen aus dem ASV Südtiroler Schachbund

 

ASV Südtiroler Schachbund

 

Stand jetzt: Eine Meisterschaft ist unrealistisch

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01.08.2020  Die allermeisten Sportverbände befassen sich mit ernsthaften Gedanken darüber, wie und mit welchen Maßnahmen ihre anstehenden Meisterschaften starten und durchgeführt werden sollen. Die Sorgen  sind auf allen Ebenen spürbar und haben jetzt auch den Vorstand des ASV Südtiroler Schachbund erfasst.

 

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wird die Bevölkerung täglich mit Regeln konfrontiert, mit denen die Verbreitung der COVID-19-Erregers eingedämmt werden soll. Auch dem Schach spielenden Volk haben die Verantwortlichen eine Reihe von Vorschriften aufgebrummt. Statt mit viel Optimismus die kommende Saison zu planen, dämpfen diese und die aktuell steigenen Fallzahlen die Hoffnungen auf einen „normalen“ Meisterschaftsbetrieb.

 

In den Sommermonaten kommt der Vorstand des ASV Südtiroler Schachbund üblicherweise zusammen, um in einer Sitzung die anstehende Meisterschaft und das weitere Tätigkeitsprogramm zu planen. Bei der Sitzung am vergangenen Freitag im Sportzentrum Pfarrhof war den Vorstandsmitgliedern sehr schnell bewusst, dass diese Aufgabe alles andere als einfach wird. Aktuell werden wir von den Medien mit steigenden Infektionszahlen konfrontiert, und Experten warnen schon jetzt mit erhobenem Zeigefinger vor einer zweiten Welle. Regierungen sind gefordert und – sofern diese die Gefahr nicht herunterspielen -  erlassen Verordnungen, alles mit dem Ziel, der Pandemie „Schach“ zu bieten. Alles in allem herrschen hierzulande auch für den SSB keinen guten Voraussetzungen, die geplanten Veranstaltungen in geordnete Bahnen zu führen.

 

Alle müssen Opfer bringen…

 

Dies machte sich bemerkbar, als Vize-Präsidentin Carmen Lantschner den Vorschlag für die Spieltermine des Jugend-Grandprix unterbreitete: Vorgesehen sind der 15. November, der 12. oder 13. Dezember, der 17. Jänner, der 27. Februar und der 13. März. Allerdings schickte die für die Jugendarbeit Verantwortliche sehr schnell hinterher, dass es sehr fraglich ist, ob in der nächsten Saison überhaupt ein Jugendturnier stattfinden kann.

 

Als es um die Spieltermine der 52. SMM ging, schlug SSB-Präsident Andreas Steger dieselbe Richtung ein. „Es ist in dieser Zeit nahezu unmöglich, dass mehrere Mannschaften eines Vereins ihre Heimspiele zusammen austragen können.“   Im Klartext bedeutet das, der jeder Spieltag auf zwei Samstage aufgesplittet wird. So gesehen ist beinahe jeder Samstag zwischen dem vorgesehenen Starttermin, dem 7. November, und dem geplanten Ende am 20. und 27. März 2021 als  möglicher Spieltag eingeplant. „Ausnahmslos alle Vereine werden in der kommenden Saison Opfer bringen müssen“, sagte Steger.

 

Absage oder Alternative?

 

Aber auch im Hinblick auf die geplante SMM ist die Sache alles andere als einfach. Das machte die Diskussion unter Punkt 13 deutlich, als der SSB-Präsident die aktuellen Verordnungen der Südtiroler Landesregierung und des nationalen Schachverbandes FSI vorstellte. Diese stellen sowohl den ASV Südtiroler Schachbund als auch die angeschlossenen Vereine vor eine große Herausforderung, da die Einhaltung der Vorschriften für alle Schachspieler verpflichtend ist. Am Ende fiel der Tenor im Vorstand einhellig aus: Aktuell ist eine Meisterschaft kaum realisierbar. Und einer der Vorstandsmitglieder sprach einen Gedanken aus, der wahrscheinlich ohnehin schon in vielen Köpfen herumgeistert: „Wäre es nicht vernünftiger, gleich ein Jahr lang auszusetzen?“ Von der Hand zu weisen ist dieses Argument gewiss nicht, zumal es auch um die Frage der Verantwortung geht.

 

Vor allem die 1:5-Regel und die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zwischen Spielern und Spieltischen wird es schwer machen, allen Clubs, vor allem Vereinen mit kleineren Strukturen, einen regelkonformen Spielbetrieb zu ermöglichen, weshalb der SSB-Präsident den Vorstand mit einem Notfallplan konfrontiert hat. Er präsentierte als mögliche Idee eine Meisterschaft mit Vierer-Teams und sechs Runden im Schweizer System ohne Auf- und Abstieg. Die aktuellen Qualifikationen würden bestehen bleiben. Eine Notlösung als Alternative für willige Schachspieler, die sich eine Meisterschaft wünschen, aber mit vielen Details, die zu klären wären.

 

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Die neue Eloliste ist da

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05.07.2020 Dem Verantwortlichen für die SSB-Elozahlen ist langweilig. Da in der aktuellen Situation Schachturniere Mangelware sind, sind seit dem Ende der 51. SMM gerade einmal drei Turniere ausgewertet worden. Zuletzt wurden das interne Turnier des SK Klausen/Raika Untereisacktal und die Burgenländische Landesliga, die ebenfalls nicht weitergespielt wird, nach den aktuellen Richtlinien der SSB-Eloberechnung ausgewertet. Wenig Arbeit also…

Der für die SG Kaltern/Tramin gemeldete internationale Meister Alberto Barp bleibt demnach weiterhin die Nummer eins der SSB-Elorangliste. Zusammen mit seinem Titelkollegen IM Alexander Bertagnolli hält der Verein aus dem Überetsch die Doppelführung inne. Dritter ist FM Fulvio Zamengo, das Spitzenbrett des SC Deutschnofen/Alpengourmet.

Der Aufsteiger der letzten sechs Monate ist ein Mitglied des neuen Meisters SC Gröden. Raphael Insam (im Bild) verbesserte gegenüber der letzten offiziellen Elorangliste sein Rating um 136 Punkte. Mit Felix Winding (Ehrenburg, +133), Daniel Lantschner (Steinegg/Raika, +121), Gabriel Ellemund (Brixen/Milland, +105) und Alexander Gafriller verbesserten vier weitere Spieler ihre Wertungszahl um mehr als Hundert Elopunkte.

Zur Eloliste

 

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„Das hätte ich nicht gewusst…“

 

14.05.2020 Kennen wir Südtiroler Denksportler die aktuellen Schachregeln? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, organisierte der erfahrene FIDE-Schiedsrichter Gerhard Bertagnolli in Zusammenarbeit mit dem ASV Südtiroler Schachbund einen Abend zum Thema „Unser Verhalten am Schachbrett“. Am Ende des Abends zeigte sich im Ergebnis, dass dem nicht so ist.

Nicht ganz die erhoffte Resonanz hat der rund zweieinhalb Stunden dauernden Themenabend hervorgerufen, aber das Interesse der Zuhörer an den Ausführungen Bertagnollis war zum greifen. Gerade deshalb bettelt ein Abend wie dieser nach einer Wiederholung. Ausser dass er zahlreiche Fragen beantwortete, gab er auch einen Einblick über das, was auf dem internationalen Parkett geschieht. Kann sich der Leser dieser Zeilen vorstellen, dass Weltklassespieler die Rochade falsch ausführen und dieser Regelverstoß von einer Handvoll zuschauenden Schiedsrichter übersehen wird? Ja, das gibt es.

Wie biete ich richtig das Remis an, wann kann ich Remis reklamieren oder wie führe ich einen Zug korrekt aus? Auf alle diese Fragen fanden sich im Verlauf des Abends die passenden Antworten.

Wir wollen uns ein Beispiel anschauen zum Thema „Umwandlung“:

 

Schwarz am Zug

 

In diesem Beispiel hat Schwarz mit dem nächsten Zug seinen Bauern b2 in eine Dame umgewandelt. Dazu hat er seinen Bauern vom Brett genommen und die Dame auf b1 hingestellt. Statt weiterzuspielen hält der Spieler der weißen Steine die Uhr an und konsultiert den Schiedsrichter. Er ist der Meinung, dass der Bauer zuerst nach b1 hätte ziehen müssen und erst dann vom Brett genommen werden durfte. Er reklamiert daher einen Regelverstoß seines Gegners.

 

Frage 1: Hat der Führer der weißen Steine mit seinem Einspruch recht? 

 

Überlegen Sie sich zuerst die Antwort und klicken erst dann auf die Lösung.

 

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Es bleibt beim Nein zu Sportveranstaltungen

 

13.05.2020 SSB-Präsident Andreas Steger hat gestern mit rund 50 anderen Vertretern verschiedener Sportvereine und –verbänden an einer Videokonferenz teilgenommen, zu welcher der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher eingeladen hat. Dabei sagte er es klipp und klar: „Sportveranstaltungen und Meisterschaften sind derzeit nicht erlaubt!“

Das Thema des Abends war das zur Zeit geltende Landesgesetz „Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus SARS-COV-2 in der Phase er Wiederaufnahme der Tätigkeiten“ vom 8. Mai, zu dem der Landeshauptmann ausführlich Stellung genommen hat und zahlreiche Fragen beantwortete. Dabei machte er deutlich, dass der vorgesehene Mindestabstand auf jeden Fall einzuhalten ist.

All jenen Vertreter, die sich durch den Abend etwas Licht im Dunkeln des Pharagraphendschungel erhoffte und die Lockerungen wohl gar „zu locker“ interpretierten, war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Statt Aufnahme der Tätigkeit bedeuten die neuen Gesetze auch weiterhin Stillstand in den Vereinen. Gilt auch für Schach: Auf eine explizierte Frage des SSB-Präsidenten kam von Südtirols politischen Oberhaupt ein klares „Nein“ zum Schachspielen in Bars oder Vereinsstuben. Allerdings outete sich Kompatscher als Kenner des Schachspiels: „Blindschach, das geht!“, meinte er scherzhaft.

In den vielen Fragen anderer Verbände kamen die Sorgen der Verantwortlichen hervor. Das betraf unter anderen auch die finanziellen Schwierigkeiten, die die Coronavirus-Pandemie den Sportverbänden bereitet. Auch hierzu kam ein klares Statement des Landeshauptmanns: „Wir werden die Vereine nicht im Regen stehen lassen.“

 

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Vortragabend: „Unser Verhalten am Schachbrett“

 

10.05.2020 Ohne Zweifel: Gerhard Bertagnolli hat sich als Schiedsrichter einen exzellenten Ruf erarbeitet. Seine Einsätze beim FIDE-Grand-Prix in Hamburg und beim heute beendeten FIDE-Online-Nations-Cup sind ein Spiegelbild dessen, was er kann und was man von einem Regelhüter seines Ranges erwartet. Nun hat er sich bereiterklärt, im Rahmen einer „Zoom-Videokonferenz“ Interessierten von seinen Erfahrungen zu erzählen, aber auch Fragen zum Regelwerk zu beantworten.

Der ASV Südtiroler Schachbund organisiert in Zusammenarbeit mit Gerhard Bertagnolli einen Informationsabend zum besseren Erlernen der Schachregeln unter dem Motto „Unser Verhalten am Schachbrett“. Stattfinden wird diese Videokonferenz auf dem neuen Portal „Zoom“.

Gerhard Bertagnolli wird einige Schachregeln amüsant und lehrreich anhand von Beispielen erklären. Dabei kann man sich überzeugen, dass auch bekannte Super-Großmeister nicht alle Schachregeln kennen.

Treffpunkt ist am kommenden Mittwoch, den 13. Mai mit Beginn um 20 Uhr.

 

Ich bin interessiert – was muss ich machen?

 

Zuerst muss man auf seinem Rechner „Zoom“ installieren. Am Dienstag zwischen 20 Uhr und 21 Uhr besteht die Gelegenheit, das Einloggen mit seinem Namen auszuprobieren.

Voraussetzung ist auch eine Anmeldung. Diese ist beim SSB bei Andreas Steger unter der bekannten E-Mail-Adresse vorzunehmen. Als Anmeldebestätigung erhält man den Link zugeschickt.

Es empfiehlt sich, mit der E-Mail auch Fragen mitzuteilen oder Stellungen vorzubereiten.

Zugelassen werden maximal 20 Teilnehmer. Sollte dieser Vortragsabend auf reges Interesse stoßen, kann ein weiterer Abend durchaus in Betracht gezogen werden.

Die Teilnehmer an der Zoom-Videokonferenz werden ersucht, sich pünktlich einzuloggen. Der ASV Südtiroler Schachbund würde sich über reges Interesse freuen!

 

 U18-Meisterschaft

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Vorerst keine U18-Regionalmeisterschaft

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09.04.2020  Der nationale Schachverband FSI befindet sich im Dilemma. Nach der Absage der  Mannschafts-italienmeisterschaft und dem Finale der Schulschach-meisterschaft in Caorle droht auch der U18-Italienmeisterschaft in Sizilien das Aus. Die Zeit drängt, die FSI sucht nach einer Lösung.

Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Südtiroler Regionalverband heute bekannt gegeben, dass die U18-Meisterschaft nicht stattfindet. Diese hätte am 25. April in Milland bei Brixen stattfinden sollen.

Offen ist allerdings, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Laut dem gültigen Reglement müssten die Regionalmeisterschaften in ganz Italien bis spätestens 24. Mai abgeschlossen sein. „In der gegenwärtigen Situation  wären Verschiebungen möglich, allergings bis allerspätestens 14. Juni“, gab der FSI-Zuständige Auskunft.

Das hängt aber davon ab, ob die Italienmeisterschaft in Terrassini vom 28. Juni bis 5. Juli planmässig stattfinden kann. Das lässt sich derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Innerhalb der FSI werden mehrere Möglichkeiten diskutiert, falls es zu einer Absage kommt. Von der Streichung der Jugend-Staatsmeisterschaft bis hin zur Austragung zu einem späteren Zeitpunkt oder die Verschiebung auf das nächste Jahr scheint alles möglich zu sein.

Inzwischen ist durchgesickert, dass nach der Absage der CIS die FSI auch das Finale der Schulschachmeisterschaft annuliert hat. Die offizielle Mitteilung steht noch aus.

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Regionale Phase der TSS endgültig abgesagt

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04.04.2020  Es war nur eine Frage der Zeit, bis Meldungen wie diese eintrudeln: Der Regionalverband CR Alto Adige hat heute auf seiner Internetseite die Mitteilung veröffentlicht, dass die regionale Phase der Schulschachmeisterschaft endgültig abgesagt ist.

In rund sechs Wochen, vom 14. bis 17. Mai, soll das diesjährige Finale der Schulschachmeisterschaft über die Bühne gehen. Als Ausrichtungsort ist Caorle vorgesehen. Dass dieser Wettbewerb in diesem Jahr tatsächlich stattfindet, scheint kaum glaubwürdig zu sein, schließlich liegt Carole in der Region Veneto, die neben der Lombardei und der Emilia Romagna zu den am meist betroffenen Gebiete der Coronavirus-Pandemie zählt.  Auf bessere Zeiten hoffen nur die größten Optimisten, aber genau die muss es anscheinend geben. Wie sonst ist es zu erklären, dass das Turnier von offizieller Seite noch nicht abgesagt ist? Einige Regionalverbände haben bereit die Notbremsen gezogen und die regionalen Phasen bereits definitiv gestrichen. Südtirol zählt jetzt auch dazu. „Die Sicherheit und die Gesundheit der Spieler und der Beteiligten muss im Vordergrund stehen“, heißt es auf der Internetseite des CR Alto Adige.

 

Gefährdet ist auch die U18-Regionalmeisterschaft. Die Ausrichtung dieses Turniers war für den 25. April in Milland bei Brixen geplant. Nachdem eine Entspannung der aktuellen Krise nach wie vor auf sich warten lässt, ist auch hier mit einer Absage zu rechnen. Wobei in diesem Fall eine Verschiebung bis Ende Mai möglich wäre. Wie es um die Durchführung der U18-Italienmeisterschaft in Terrassini bestellt ist, ist noch nicht klar. Die Spatzen, die am liebsten jetzt schon die Absage verkünden würden, haben zwar Stellung auf den Dächern bezogen, aber mit Kanonen auf sie zu schießen, das will offenbar nicht wirklich jemand tun.

Der nationale Verband hält sich derzeit mit offiziellen Mitteilungen zurück. Dabei wäre dies höchst an der Zeit. Lediglich in einem Punkt hat die FSI die Reißleine gezogen und die italienische Mannschaftsmeisterschaft CIS für dieses Jahr gestrichen. Wurde zunächst nur eine mögliche Verschiebung angekündigt, so gab es später ein Umdenken. Nachdem klar war, dass es aufgrund der im Herbst zu erwartenden Überlastung an nachzuholenden Veranstaltungen kaum möglich ist, einen passenden Termin zu finden, der sich nicht mit den Interessen des Europäischen Verbandes ECU und des Weltschachverbandes FIDE überschneidet, hat die FSI den Mannschaftswettbewerb endgültig abgesagt.

 

Die Coronavirus-Pandemie sorgt im Südtiroler Schachkalender für große Unsicherheiten. Das Kalterer Osterturnier hat Gerhard Bertagnolli bereits abgesagt, und ob die fünfte Auflage des Festivals von St. Ulrich im Juni dieses Jahres wirklich stattfinden wird, ist auch noch nicht sicher.  Der SC Gröden will diesbezüglich in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ruben Bernardi die Risiken jeder Art kaum auf die eigenen Schultern binden wird, dürfte um einiges größer als dass man die Denksportler im Kulturhaus mit Mundschutz und Desinfektionsmittel an den Brettern sieht. Und dann wartet in Lichtenberg ein Turnier im Rahmen des Jugend-GP auf die Durchführung. Auch in diesem Punkt dürfte die SSB-Verantwortliche Carmen Lantschner demnächst eine Entscheidung treffen. Die Ungewissheit hat momenten die besseren Trümpfe im Ärmel.

 

In einer heiklen Situation befindet sich auch der Weltverband. Die FIDE musste viel Kritik einstecken, als in Jekaterinenburg der Startschuss des Kandidatenturniers erfolgte. Unter teils abenteuerlichen Umständen haben die Teilnehmer den Ort erreicht. Bei Halbzeit musste das Turnier abgebrochen werden, nachdem die russische Regierung die Grenzen dicht machte und die Spieler deshalb so schnell wie möglich die Heimreise antreten mussten. Wann fortgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Bei diesem Turnier sollte der Herausforderer für Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt werden

Das fällige WM-Match sollte dann im Rahmen der EXPO 2020 in Dubai stattfinden. Dass die Weltausstellung wie vorgesehen pünktlich am 20. Oktober beginnt, ist noch nicht mit fettgedruckten Lettern niedergeschrieben worden. Die ersten Rufe nach einer Verschiebung sind jedenfalls nicht zu überhören gewesen.

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Coronavirus: Finale in Deutschnofen abgesagt

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25.02.2020  Das Coronavirus und seine Folgen: Dieses Thema sorgt derzeit für Schlagzeilen in sämtlichen Medien und TV-Kanälen. Die Auswirkungen sind gravierend, und die Sorgen werden von Tag zu Tag größer. Jetzt hat auch der ASV Südtiroler Schachbund reagiert und die letzte gemeinsame Spielrunde der 51. SMM in Deutschnofen abgesagt. SSB-Präsident Andreas Steger hat die Vereine darüber per E-Mail informiert. Der Wortlaut:  

 

Werte Schachfreunde,

 

wer das aktuelle Tagesgeschehen im Fernsehen oder in den Printmedien aufmerksam verfolgt, der weiß, dass es derzeit ein Thema gibt, welches weltweit Sorge bereitet: das Coronavirus und seine Folgen.

 

Nun ist der Zeitpunkt erreicht, an dem auch wir vom ASV Südtiroler Schachbund nicht mehr um dieses Thema herum kommen.

 

Ich habe mich in den letzten beiden Tagen näher damit befasst und auch Meinungen von Fachleuten eingeholt. Auch Schachkollegen haben mich kontaktiert und dabei ihre Bedenken im Hinblick auf den geplanten, letzten Spieltag am 7. März 2020 in Deutschnofen zum Ausdruck gebracht.

 

Nach Rücksprache mit den Vorstandsmitgliedern Carmen Lantschner, Anton Christanell, Alois Hofer und Martin Kowalczyk und vor allem auch mit dem Schachlcub Deutschnofen/Alpengourmet sind wir der Auffassung, dass es unter den gegeben Umständen und im Sinne der Gesundheit unserer Mitglieder und deren Familien angebracht erscheint, auf die Austragung der gemeinsamen Spielrunde in Deutschnofen zu verzichten.

 

Mit Bedauern, aber auch im Bewusstsein, im Rahmen unserer Verantwortung das richtige zu tun, folgen wir vom ASV Südtiroler Schachbund den Entscheidungen anderer Institiutionen und Verbände, die bemüht sind, mit solchen und ähnlichen Vorbeugemaßnahmen die rasante Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, und wir tragen auf diese Weise den Empfehlungen des Südtiroler Sanitätsbetriebs Rechnung. Wir hoffen daher auf Euer Verständnis!

 

Ich möchte jedoch betonen, dass die Entscheidung, die gemeinsame Spielrunde abzusagen, keine Absage des neunten Spieltags bedeutet. Er findet wie geplant am 7. März 2020 statt, wobei die im Spielkalender erstgenannten Mannschaften das Heimrecht genießen.

 

Gens una sumus!

 

Andreas STEGER

Präsident ASV Südtiroler Schachbund

 

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Ein neuer FIDE-Meister: Stephan Moroder

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15.02.2020 Seit wenigen Tagen hat er es schwarz auf weiß: Nach zuletzt starken Ergebnissen in der 2. österreichischen BL hat der Grödner Stephan Moroder die Marke von 2.300 FIDE-Elopunkte geknackt und hat daher den Titel eines FIDE-Meisters erhalten. Der 39-jährige ist der insgesamt zwölfte Südtiroler Spieler, der sich FIDE-Meister nennen darf, und nach dem nicht mehr aktiven Tobias Werther der zweite des SC Gröden. Der ASV Südtiroler Schachbund gratuliert und wünscht weiterhin viel Erfolg!

AVS Südtiroler Schachbund

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… und zum dritten!

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03.02.2020 Nachdem der Titelverteidiger FM Stefano Bonagura in diesem Jahr nicht mitspielte, rauften sich beim Bozner Open einige andere Spieler um den Titel eines Landesmeisters, der vom ASV Südtiroler Schachbund vergeben wird. Am Ende siegte FM Max Spornberger. 

Der Grieser machte es spannend, kämpfte er doch verbissen um den Sieg beim Bozner Open. Zwar reichte es nicht, aber seine vier Punkte zahlten sich dennoch aus. Als bester Südtiroler entschied er die Landesmeisterschaft für sich. Nach 2014 und 2015 ist es für Max Spornberger der dritte Titelgewinn. Das gelangen vor ihm Fritz Prosser und FM Nicholas Paltrinieri.

Ihm am nächsten kam Gerardi Saverio. Der 39-jährige stammt aus der Provinz Frosinone, lebt aber schon seit einiger Zeit im Raum Sterzing und ist für den Schachclub Wipptal in der C-Liga aktiv.

Der ausrichtende Verein des Bozner Opens, der ASD Arci Scacchi, dürfte sich über den Empfänger des dritten Preises gefreut haben, ging dieser doch an FM Davide Olivetti.

Den Preisträgern herzlichen Grlückwunsch von Seiten des ASV Südtiroler Schachbund!

 

ASV Südtiroler Schachbund

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An diesem Wochenende: 15. Bozner Open

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28.01.2020  Am kommenden Freitag, den 31. Jänner, so früh wie noch nie – beginnt in Bozen unter der Regie des ASD Arci Scacchi das 15. Bozner Open. Die diesjährige Auflage scheint auf eine neue Rekordbeteiligung zuzusteuern, sind doch jetzt bereits mehr als 110 Teilnehmer aus sechs Nationen eingeschrieben. Bekanntllich geht es auch um den Titel eines Südtiroler Landesmeisters, deshalb sollten sich die einheimischen Spitzenspieler rasch einen Platz sichern!

ASV Südtiroler Schachbund

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Arturo Giuliano (1935 – 2020)

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27.01.2020  Vor wenigen Tagen ist in Trient Arturo Giuliano gestorben. Er wurde 84 Jahre alt. Er war immer dort anzutreffen, wenn es darum ging, die Südtiroler Schachszene zu beleben. So gehörte er zu jenem Kreis von Schachfreunden, die vor 50 Jahren die Südtiroler Schachtätigkeiten mit der Gründung eines Landesverbandes regelten.

Wie kaum ein anderer hat er das Schachleben in unserem Land vor allem in der Anfangsphase maßgeblich mitgestaltet. In seiner Jugendzeit, die vom frühen Tod seines Vaters geprägt war, lebte er in Bozen, wo er schon im damals bestehenden Trafojerklub mitwirkte. Später gründete er einen Studentenklub in Bozen, und als 1964 der Richterklub gegründet wurde war Giuliano ebenfalls dabei. 

Er war Gründungsmitglied des Südtiroler Schachbundes und übernahm im allerersten SSB-Vorstand die Aufgaben als Pressereferent der italienischen Sprache.

Später, als er in Neumarkt als Bezirksrichter seinen Lebensunterhalt verdiente, war er wieder mit von der Partie, als dort 1967 ein Schachclub ins Leben gerufen wurde.

Martin Kowalczyk, SSB-Pressesprecher und langjähriger Weggefährte Giuliano’s, erinnert sich:  „Nachdem im Neumarkter Vereinsleben nach einigen Unterbrechungen 2007 entgültig die Lichter ausgingen, kehrte Schachmeister Giuliano 2008 wieder zu seinen Wurzeln zurück und war für J. Richter/LASK Bozen für mehrere Jahre im SMM-Aufgebot anzutreffen, wo er gar einigen mit seinen taktischen Fähigkeiten die Suppe versalzte.“

Bei vielen Südtiroler Schachspielern wird er in guter Erinnerung bleiben. 

Auch in seiner beruflichen Laufbahn hinterließ er bleibende Spuren. In Padua schloss er das Studium der Rechtswissenschaften mit einer Diplomarbeit im Verwaltungsrecht ab. Er bekleidete die Ämter des Untersuchungsrichters in Bozen, des Richters in Neumarkt, des stellvertretenden Staatsanwalts in Trient, wo er auch Richter des Jugendgerichts, Präsident der Strafvollzugsschule und Berater des Berufungsgerichts war. Schließlich war er ein Ratsmitglied des Obersten Kassationsgerichtshofs und erhielt 1982 aus den Händen des damaligen auch in Südtiroler unvergessenen Staatspräsident Sandro Pertini eine Auszeichnung.

Er hinterlässt seine Frau und vier Kinder.

 

 Elorangliste

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Ein gutes Jahr für Viktor Hulinskyy

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06.01.2019 Gestern hat der ASV Südtiroler Schachbund die neue Elorangliste veröffentlicht. Die Namen der besten Zehn sind gegenüber der letzten offiziellen Rangliste vor sechs Monaten dieselben geblieben. Auch an der Reihenfolge hat sich mit einer Ausnahme wenig geändert.

FM Alberto Barp bleibt weiterhin die Nummer eins vor IM Federico Manca und IM Alexander Bertagnolli. Auf den Rängen vier bis sieben folgen die FM Francesco Seresin, Fulvio Zamengo, Max Spornberger und Gerd Schacher. FM Nicholas Paltrinieri hat sich durch den Sieg bei der Kaltern-Trophy auf Rang acht verbessert und FM Andrea Dappiano auf Platz neun verdrängt. Die Nummer zehn der Rangliste ist FM Andre Spornberger.

Die Nachwuchsspieler waren im abgelaufenen Jahr 2019 die fleißigsten Punktsammler. Der für Brixen/Milland spielende Viktor Hulinksyy (im Bild) hat dabei den höchsten Zuwachs verzeichnet. Der 14-jährige verbesserte sein Rating um 201 Elopunkte. Thomas Leiter vom SC Ehrenburg errang 164 Elopunkte dazu, die Wertungen von Fridolin Maier und Pascal Sartore gingen um 120 Elopunkte nach oben.

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