Meldungen aus dem ASV Südtiroler Schachbund

 

 

ASV Südtiroler Schachbund

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Die neue Elorangliste ist da

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05.07.2019 Es hat sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: FIDE-Meister Alberto Barp von der SG Kaltern/Tramin ist die neue Nummer eins der Südtiroler Elo-Rangliste. Er löst IM Federico Manca ab, der die letzten beiden Jahre die Wertungsliste angeführt hat.

Manca, die Nummer eins des SC Deutschnofen/Alpengourmet, hat gegenüber der letzten offiziellen Rangliste 31 Punkte eingebüßt, ist aber die Nummer zwei vor dem besten einheimischen Denksportler, dem Kalterer IM Alexander Bertagnolli.

Zum ersten Mal überhaupt scheinen in der SSB-Elorangliste fünf Spieler mit einer Wertungszahl über 2.300 Punkten auf. Neben den drei bereits genannten komplettieren FM Francesco Seresin und FM Zamengo Fulivo das Quintett. Erst auf den Plätzen sechs und sieben folgen mit FM Max Spornberger und FM Gerd Schacher zwei weitere einheimische Vertreter.

Eine neue Nummer eins gibt es auch bei den Damen. Carmen Lantschner hat Nicole S. Paparella als Nummer eins abgelöst. Ausschlaggebend dafür war eine Beteiligung der Boznerin an einem Turnier in Ascoli, wo sie einige Elopunkte einbüßte.

Zur Eloliste

 

Halbblitz-Landesmeisterschaft

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Seltenheitswert: Vater und Sohn auf dem Podest

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23.04.2019 Dass Geschwister gemeinsam um den Turniersieg kämpfen und am Ende gemeinsam in den Podesträngen landeten, das hat man hierzulande schon des öfteren gesehen und erlebt. Dass aber Vater und Sohn zusammen in den Medaillenrängen landen, hat Seltenheitswert. Passiert ist das jetzt bei der Halbblitz-Landesmeisterschaft des ASV Südtiroler Schachbund.

Für den amtierenden Junioren-Landesmeister, Michael Seebacher vom SK Klausen/Raiffeisen, endete das Kalterer Osterturnier mit einem Erfolgserlebnbis. Er holte mit 6,5 Punkten den dritten Platz der A-Kategorie.

Mit einem halben Punkt mehr war es sein Vater Reinhard, der mit Rang zwei für ein seltenes Ereignis sorgte. Den Sieg der höchsten Spielklasse ging an IM Alexander Bertagnolli.

Die Jugend beherrschte die B-Gruppe: Der amtierende U16-Landesmeister, Mikhail Zuev vom CSK Merania, konnte sich in Kaltern den nächsten Titel sichern. Er gewann die Gruppe B aufgrund besserer Wertung vor dem punktgleichen Quentin Haller (Wipptal Schach) und Ulrich Welsch (Deutschnofen/Alpengourmet).

Einen Doppelsieg gab es hingegen für den SC Ehrenburg in der C-Kategorie. Es gewann Walter Zambelli vor Championship-Sieger Felix Winding und Alexander Saxl (Wipptal Schach).

Carmen Lantschner ging als Siegerin der Damenlandesmeisterschaft hervor. Und das bereits zum sechsten Mal. Hier herrschte aber Mangelware an gleichwertiger oder ebenbürtiger Konkurrenz. Das soll ihre Leistung keinesfalls schmälern.

Die Wertung

Junioren-Landesmeisterschaft 2019

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Der erste Spieler mit drei Erfolgen

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31.03.2019 Bei der 11. Auflage der Junioren-Landesmeisterschaft des ASV Südtiroler Schachund gestern in Milland bei Brixen konnten zwei neue Bestleistungen verzeichnet werden. Eine davon ging auf das Konto des jungen „Mannes“ links im Bild.

Er heißt Mihail Adrian Dumitru und ist ein Mitglied des SV Lichtenberg. Eigentlich wollte er bei der Jugend-Regionalmeisterschaft antreten, was wegen der fehlenden Spielberechtigung aber nicht nicht möglich war. Deshalb erwog der westlichste Schachverein des Landes sein Antreten bei den Junioren. Mit neun Jahren und 324 Tagen ist Mihail Adrian der mit Abstand jüngste Teilnehmer, der je bei einer Junioren-Landesmeisterschaft an den Start ging. Zwar kam er im Feld der neun Spieler über den letzten Rang nicht hinaus, die Erfahrung und den positiven Eindruck, den er bei seinem Einsatz hinterließ, das bleibt.

Gewonnen hat die Junioren-Landesmeisterschaft ein alter Bekannter. Michael Seebacher vom SK Klausen hat mit vier Punkten nach fünf Runden den Titel verteidigt. Das ist vor ihm erst einem Spieler geglückt, und zwar Markus Thurner, der den Titel 2009 und 2010 gewann. Seebacher ist hingegen der erste Spieler mit drei Erfolgen.

Bei seinem dritten Titelgewinn nach 2016 und 2018 profitierte Seebacher von der besseren Buchholzwertung, nachdem Alessio Borgese (ASD Arci Scacchi) ebenfalls auf vier Punkte kam.

Rang drei ging an Fridolin Maier von der SG Kaltern/Tramin.

Wie es mit der Junioren-Landesmeisterschaft weitergeht, ist noch offen. Bekanntlich erweitert der nationale Schachverband FSI die nationalen Jugendmeisterschaften um die Kategorie U18, was das Aus des seit elf Jahren ausgerichteten Junioren-Turniers bedeuten könnte.

 

11. SSB-Junioren-Landesmeisterschaft 2019

am 30. März 2019 in Milland/Brixen

 

Endstand nach 5 Runden:

Rg.

Name

 

Elo

Pkte

BH

1

Seebacher Michael

SK Klausen

1993

4,0

12,5

2

Borgese  Alessio

ASD Arci Scacchi

1531

4,0

10,5

3

Maier Fridolin

SG Kalter/Tramin

1685

3,5

12,0

4

Lantschner Carmen

Steinegg/Raika

1745

3,0

12,0

5

Arato Francesco

ASD Arci Scacchi

1305

3,0

10,0

6

Paparella Nicole Samantha

Richter/Lask

1749

2,5

14,0

7

Perathoner Manuel

Gröden

1256

2,0

11,0

8

Lantschner Arnold

Steinegg/Raika

1326

2,0

10,5

9

Dumitru Mihail Adrian

SV Lichtenberg

0

1,0

10,5

 

 

  Veranstaltung

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Der Junioren-Landesmeisterschaft droht das Aus

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25.03.2019 Am kommenden Samstag richtet der Schachclub Brixen/Milland in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband CR Alto Adige die U16-Meisterschaft aus. Seit 2009 wird parallel dazu die Junioren-Landesmeisterschaft ausgetragen. Eine Regeländerung des nationalen Verbandes könnte nun dazu führen, dass dieser Wettbewerb zum letzten Mal stattfindet.

Das Interesse an der Junioren-Landesmeisterschaft hielt sich in Grenzen. Bei drei Austragungen (2012, 2017 und bei der Prämiere 2009) erreichte die Beteiligung gerade einmal die zweistellige Teilnehmerzahl.  2014 wurde das Turnier aus mangelndem Interesse kurzfristig abgesagt, im Jahr davor spielten Jonas Fox und Christoph Wieser alleine um den Titel, nachdem ein dritter Teilnehmer schon nach der ersten Runde den Turniersaal verließ. Dennoch hielt der ASV Südtiroler Schachbund die Veranstaltung in seinem Tätigkeitsprogramm fest.

Da der nationale Schachverband FSI im kommenden Jahr die Jugend-Italienmeisterschaft  um die Kategorie U18 erweitern möchte, könnte sich die Junioren-Landesmeisterschaft als überflüssig erweisen. Gute Ideen zum Erhalt und Weiterbestand dieses Wettbewerbs wären deshalb gefragt.

Das Interesse richtet sich am Samstag auf die Kategorien U16, U14, U12, U10 und U8, wo es neben den Regionalmeistertiteln auch um die Qualifikation für die kommende U16-Italienmeisterschaft geht. Wo diese stattfindet, ist noch nicht bekannt. Nachdem die FSI Anfang Februar Aqui Terme die Ausrichtung entzogen hat, wird ein neuer Ausrichter gesucht. Unbestätigten Meldungen zufolge soll auch die Provinz Trient eine Kandidatur eingereicht haben.

Die Jugendkoordinatorin Carmen Lantschner wird am Abend die Prämierung des Jugend-GP vornehmen. In der vorläufigen Gesamtwertung sind die Punkte für die Regionalmeisterschaft noch nicht eingerechnet.

 

ASV Südtiroler Schachbund

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FM Stefano Bonagura ist neuer Landesmeister

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06.02.2019 Seit der ASD Arci Scacchi mit der Ausrichtung der Bozner Open begonnen hat, nutzt der ASV Südtiroler Schachbund die Gelegenheit zu einer Titelvergabe. Der beste Südtiroler Spieler erhält den Titel Südtiroler Landesmeister. Dieser ging in diesem Jahr an den Meraner FIDE-Meister Stefano Bonagura, seit dieser SMM-Saison das Spitzenbrett des SC Gröden.

Es war durchaus zu erwarten, dass in dem fünfrundigen Open die Endscheidung in der letzten Runde fallen würde. Andre Spornberger, Landesmeister des Jahres 2017 in einem denkwürdigen Turnier, und Stefano Bonagura standen vor der letzten Runde mit drei Punkten in der ausichtsreichsten Position. Ein Remis hätte bei günstigem Verlauf zum Titelgewinn mit der besseren Buchholzwertung reichen können, nur verlassen kann man sich darauf nicht, wenn man gleich mehrere Verfolger im Nacken hat. Soweit kam es allerdings nicht. Bonagura zwang seinen Titelkollegen nach 44 Zügen zur Aufgabe und ist neuer Südtiroler Champion.

Mit 3,5 Punken gingen die Ränge zwei und drei an FM Carlo Micheli und FM Max Spornberger.

 

Turnierdirektor Luca D’Ambrosio zog ein positives Fazit zum Turnier, vor allem begeistert ihn der Spielort in Schloss Maretsch. „Schach in einem Schloss ist eine wunderbare Kombination für dieses Spiel. Obwohl uns das eine Stange Geld kostet, werden wir versuchen, auch im nächsten Jahr hier das Open auszutragen“, versprach D’Ambrosio.

Natürlich lief nicht alles glatt. Als sehr ungünstig erwies sich der Schneefall, der ausgerechnet im Zeitraum der Bozner Schachtage für ein fürcherliches Chaos auf den Straßen sorgte, besonders im Wipptal und auf der Brennerautobahn. D’Ambrosio schätzt, dass dem Turnier dadurch zehn bis 15 Teilnehmer kurzfristig weggefallen sind.

U16-Italienmeisterschaft

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Die nationale Jugendmeisterschaft wird neu ausgeschrieben

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05.02.2019 Nun ist es offiziell. Die diesjährige U16-Italienmeisterschaft findet nicht in Acqui Terme statt. Laut einer Mitteilung hat die FSI aus Acqui Terme die Bestätigung erhalten, dass das Kongresszentrum, wo das Turnier stattfinden sollte, für den vorgesehenen Zeitraum nicht zur Verfügung steht. Nun wird ein neuer Ausrichter gesucht. Kandidaten haben bis 15. März Zeit, ihre Bewerbung einzureichen.

  U16-Italienmeisterschaft

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Gravierende Sicherheitsbedenken in Acqui Terme

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04.02.2019 Vom 30. Juni bis 6. Juli 2019 soll in Acqui Terme die U16-Italienmeisterschaft stattfinden. Wie es derzeit aussieht, bestehen erhebliche Zweifel daran, dass dort überhaupt Schachbretter und -figuren aufgestellt werden können.

Der Grund ist besorgniserregend und bereitet einiges Kopfzerbrechen. Das Kongresszentrum von Acqui Terme, das die nationalen Jugendmeisterschaften heherrbergen soll, ist wegen gravierender Sicherheitsmängel für die Öffentlichkeit geschlossen.

 

Wie bekannt ist, haben bei der FSI für die Ausrichtung des U16-Turniers zwei Kandidaten die Bewerbungsunterlagen eingereicht. Zum einen kamen diese aus Montesilvano, zum anderen aus Acqui Terme, das schließlich den Zuschlag erhielt. Die Freude darüber war groß: „Acqui Terme wird Italiens Schachhauptstadt“, hieß es in einer Mitteilung auf einer Webseite mit Datum vom 1. November 2018.

Vorgesehen war die Austragung im Kongresszentrum von Acqui Terme. Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Mängel an der Infrastruktur bereits offensichtlich, nachdem ím April ein Teil der Zwischendecke einstürzte und einige Glasplatten mitgerissen hat. Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.

 

Offenbar ging man aber davon aus, die Probleme rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Der betroffene Teil wurde gesperrt, die geplanten Veranstaltungen gingen ab Mai in anderen Teilen des Gebäudes problemlos über die Bühne. Dann wurde auf derselben Webseite die Mitteilung veröffentlicht, nach welcher der Betreiber finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um diverse Probleme zu beheben. Unter anderem waren auch Verbesserungen an der Glasdecke vorgesehen. Das war am 18. Oktober.

Es stellte sich jedoch heraus, dass die Mängel größer waren als angenommen. Bei einer Untersuchung durch einen beauftragten Ingenieur kamen im Betonteil tiefe Risse ans Tageslicht. Weil auch das gesetzlich vorgeschriebene Dokument, mit welchem die statische Erhebung des Gebäudes belegt wird, unauffindbar scheint, zog die Stadtverwaltung die Reissleine: Der Bürgermeister ordnete umgehend die Schließung an.

Inzwischen hat man auch in Mailand Wind von der Sache bekommen. Der nationale Schachverband rief die Interessierten auf, von vorzeitigen Hotelbuchungen abzusehen. Die Gemeindeverwaltung von Acqui Terme wurde von der FSI zu Jahresbeginn aufgefordert, bis zum 31. Jänner dieses Jahres eine Erklärung abzugeben, ob das Gebäude bis spätestens Ende Mai zugänglich sein wird oder nicht. Diese Frist ist vor ein paar Tagen abgelaufen.

Inzwischen werden Konsequenzen gefordert. Einige Regionalverbände haben sich bereits dafür ausgesprochen, Acqui Terme den Zuschlag für die U16-Spiele zu entziehen und an Montesilvano zu übertragen. Auf WhatsApp hieß es, es scheint riskant zu sein, einer Erklärung zu vertrauen, dass im Mai alles in Ordnung sein soll, wenn man es in dem Moment nicht war, als man den Zuschlag zur Ausrichtung der U16-Italienmeisterschaft erhielt.

Fortsetzung folgt.

 

  ASV Südtiroler Schachbund

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Sieger im Jahresvergleich: Manuel Perathoner

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06.01.2019 Am Anfang eines neuen Jahres veröffentlich der ASV Südtiroler Schachbund eine neue Elorangliste. Wie zuletzt im Juli bleibt es an der Spitze unverändert: IM Federico Manca führt im Ranking vor IM Alexander Bertagnolli und FM Fulvio Zamengo. Würde es einen Titel für den Aufsteiger des Jahres geben, dann ginge dieser an einen Nachwuchsspieler des Schachclubs Gröden.

Der 16-jährige Manuel Perathoner hat ein gutes Jahr hinter sich. Bei der regionalen U16-Landesmeisterschaft in Brixen qualifizierte er sich als Dritter zum ersten Mal für eine Jugend-Italienmeisterschaft. In Scalea lagen die Messlatten aber hoch: Er errang zwar nur drei Punkte, er gewann aber eine Menge Erfahrung für die nächsten Herausforderungen. Diese fand er zunächst im B-Open des Festivals von St. Ulrich, dann beim Turnier in Kaltern, wo er mit dem Sieg des C-Opens den ersten großen Turniererfolg erzielte. Als Quittung für seine Ergebnisse bescherte ihm die Elo-Berechnung des SSB einen Zuwachs von 245 Rating-Punkten.

Auf den nächsten Rängen der Bestenliste der größten Elo-Zuwächse befinden sich durchwegs Nachwuchsspieler. Auf Platz zwei liegt der Brixner Viktor Hulinskyy (plus 174) gefolgt von Pascal Sartore und Niccolò Casadio, die ihre Ranglistenwertung um 161 Zähler nach oben schraubten.

Die Besetzung der „top ten“ bleibt im Vergleich zur Juli-Liste nahezu dieselbe. Aus den besten Zehn herausgefallen ist FM Florian Gatterer. Er spielte zuletzt beim Open in Böblingen, wo er in neun Runden nur drei Zähler errang und viele Elopunke einbüßte.

 

Um den Jahreswechsel ist beim Elo-Berechner wieder die Frage aufgetaucht, warum einige Turniere für die SSB-Rangliste gewertet werden und andere nicht. Für die SSB-Elorangliste werden allgemein alle Turniere berücksichtigt, welche in Südtirol stattfinden. Das sind konkret die Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft, das Bozner Open, die Kaltern Trophy und das Festival von St. Ulrich. Vereinsturniere müssen hingegen beim SSB angemeldet werden.

Verpflichtend berechnet werden Turniere, bei denen ein Spieler als offizieller Vertreter des SSB mitspielt oder die Teilnahmegebühr vom SSB oder vom Regionalverband bezahlt wird. 

Turniere, die außerhalb der Landesgrenzen gespielt werden, müssen ebenfalls beim SSB angemeldet sein, falls die Ergebnisse für die Berechung berücksichtigt werden sollen. Das muss aber vor dem Turnierbeginn geschehen.

Im vergangenen Jahr endeten 66 Prozent aller angemeldeten Turniere mit einem positiven Ergebnis.