Meldungen aus dem ASV Südtiroler Schachbund

 

 

ASV Südtiroler Schachbund

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FM Stefano Bonagura ist neuer Landesmeister

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06.02.2019 Seit der ASD Arci Scacchi mit der Ausrichtung der Bozner Open begonnen hat, nutzt der ASV Südtiroler Schachbund die Gelegenheit zu einer Titelvergabe. Der beste Südtiroler Spieler erhält den Titel Südtiroler Landesmeister. Dieser ging in diesem Jahr an den Meraner FIDE-Meister Stefano Bonagura, seit dieser SMM-Saison das Spitzenbrett des SC Gröden.

Es war durchaus zu erwarten, dass in dem fünfrundigen Open die Endscheidung in der letzten Runde fallen würde. Andre Spornberger, Landesmeister des Jahres 2017 in einem denkwürdigen Turnier, und Stefano Bonagura standen vor der letzten Runde mit drei Punkten in der ausichtsreichsten Position. Ein Remis hätte bei günstigem Verlauf zum Titelgewinn mit der besseren Buchholzwertung reichen können, nur verlassen kann man sich darauf nicht, wenn man gleich mehrere Verfolger im Nacken hat. Soweit kam es allerdings nicht. Bonagura zwang seinen Titelkollegen nach 44 Zügen zur Aufgabe und ist neuer Südtiroler Champion.

Mit 3,5 Punken gingen die Ränge zwei und drei an FM Carlo Micheli und FM Max Spornberger.

 

Turnierdirektor Luca D’Ambrosio zog ein positives Fazit zum Turnier, vor allem begeistert ihn der Spielort in Schloss Maretsch. „Schach in einem Schloss ist eine wunderbare Kombination für dieses Spiel. Obwohl uns das eine Stange Geld kostet, werden wir versuchen, auch im nächsten Jahr hier das Open auszutragen“, versprach D’Ambrosio.

Natürlich lief nicht alles glatt. Als sehr ungünstig erwies sich der Schneefall, der ausgerechnet im Zeitraum der Bozner Schachtage für ein fürcherliches Chaos auf den Straßen sorgte, besonders im Wipptal und auf der Brennerautobahn. D’Ambrosio schätzt, dass dem Turnier dadurch zehn bis 15 Teilnehmer kurzfristig weggefallen sind.

U16-Italienmeisterschaft

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Die nationale Jugendmeisterschaft wird neu ausgeschrieben

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05.02.2019 Nun ist es offiziell. Die diesjährige U16-Italienmeisterschaft findet nicht in Acqui Terme statt. Laut einer Mitteilung hat die FSI aus Acqui Terme die Bestätigung erhalten, dass das Kongresszentrum, wo das Turnier stattfinden sollte, für den vorgesehenen Zeitraum nicht zur Verfügung steht. Nun wird ein neuer Ausrichter gesucht. Kandidaten haben bis 15. März Zeit, ihre Bewerbung einzureichen.

  U16-Italienmeisterschaft

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Gravierende Sicherheitsbedenken in Acqui Terme

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04.02.2019 Vom 30. Juni bis 6. Juli 2019 soll in Acqui Terme die U16-Italienmeisterschaft stattfinden. Wie es derzeit aussieht, bestehen erhebliche Zweifel daran, dass dort überhaupt Schachbretter und -figuren aufgestellt werden können.

Der Grund ist besorgniserregend und bereitet einiges Kopfzerbrechen. Das Kongresszentrum von Acqui Terme, das die nationalen Jugendmeisterschaften heherrbergen soll, ist wegen gravierender Sicherheitsmängel für die Öffentlichkeit geschlossen.

 

Wie bekannt ist, haben bei der FSI für die Ausrichtung des U16-Turniers zwei Kandidaten die Bewerbungsunterlagen eingereicht. Zum einen kamen diese aus Montesilvano, zum anderen aus Acqui Terme, das schließlich den Zuschlag erhielt. Die Freude darüber war groß: „Acqui Terme wird Italiens Schachhauptstadt“, hieß es in einer Mitteilung auf einer Webseite mit Datum vom 1. November 2018.

Vorgesehen war die Austragung im Kongresszentrum von Acqui Terme. Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Mängel an der Infrastruktur bereits offensichtlich, nachdem ím April ein Teil der Zwischendecke einstürzte und einige Glasplatten mitgerissen hat. Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.

 

Offenbar ging man aber davon aus, die Probleme rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Der betroffene Teil wurde gesperrt, die geplanten Veranstaltungen gingen ab Mai in anderen Teilen des Gebäudes problemlos über die Bühne. Dann wurde auf derselben Webseite die Mitteilung veröffentlicht, nach welcher der Betreiber finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um diverse Probleme zu beheben. Unter anderem waren auch Verbesserungen an der Glasdecke vorgesehen. Das war am 18. Oktober.

Es stellte sich jedoch heraus, dass die Mängel größer waren als angenommen. Bei einer Untersuchung durch einen beauftragten Ingenieur kamen im Betonteil tiefe Risse ans Tageslicht. Weil auch das gesetzlich vorgeschriebene Dokument, mit welchem die statische Erhebung des Gebäudes belegt wird, unauffindbar scheint, zog die Stadtverwaltung die Reissleine: Der Bürgermeister ordnete umgehend die Schließung an.

Inzwischen hat man auch in Mailand Wind von der Sache bekommen. Der nationale Schachverband rief die Interessierten auf, von vorzeitigen Hotelbuchungen abzusehen. Die Gemeindeverwaltung von Acqui Terme wurde von der FSI zu Jahresbeginn aufgefordert, bis zum 31. Jänner dieses Jahres eine Erklärung abzugeben, ob das Gebäude bis spätestens Ende Mai zugänglich sein wird oder nicht. Diese Frist ist vor ein paar Tagen abgelaufen.

Inzwischen werden Konsequenzen gefordert. Einige Regionalverbände haben sich bereits dafür ausgesprochen, Acqui Terme den Zuschlag für die U16-Spiele zu entziehen und an Montesilvano zu übertragen. Auf WhatsApp hieß es, es scheint riskant zu sein, einer Erklärung zu vertrauen, dass im Mai alles in Ordnung sein soll, wenn man es in dem Moment nicht war, als man den Zuschlag zur Ausrichtung der U16-Italienmeisterschaft erhielt.

Fortsetzung folgt.

 

  ASV Südtiroler Schachbund

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Sieger im Jahresvergleich: Manuel Perathoner

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06.01.2019 Am Anfang eines neuen Jahres veröffentlich der ASV Südtiroler Schachbund eine neue Elorangliste. Wie zuletzt im Juli bleibt es an der Spitze unverändert: IM Federico Manca führt im Ranking vor IM Alexander Bertagnolli und FM Fulvio Zamengo. Würde es einen Titel für den Aufsteiger des Jahres geben, dann ginge dieser an einen Nachwuchsspieler des Schachclubs Gröden.

Der 16-jährige Manuel Perathoner hat ein gutes Jahr hinter sich. Bei der regionalen U16-Landesmeisterschaft in Brixen qualifizierte er sich als Dritter zum ersten Mal für eine Jugend-Italienmeisterschaft. In Scalea lagen die Messlatten aber hoch: Er errang zwar nur drei Punkte, er gewann aber eine Menge Erfahrung für die nächsten Herausforderungen. Diese fand er zunächst im B-Open des Festivals von St. Ulrich, dann beim Turnier in Kaltern, wo er mit dem Sieg des C-Opens den ersten großen Turniererfolg erzielte. Als Quittung für seine Ergebnisse bescherte ihm die Elo-Berechnung des SSB einen Zuwachs von 245 Rating-Punkten.

Auf den nächsten Rängen der Bestenliste der größten Elo-Zuwächse befinden sich durchwegs Nachwuchsspieler. Auf Platz zwei liegt der Brixner Viktor Hulinskyy (plus 174) gefolgt von Pascal Sartore und Niccolò Casadio, die ihre Ranglistenwertung um 161 Zähler nach oben schraubten.

Die Besetzung der „top ten“ bleibt im Vergleich zur Juli-Liste nahezu dieselbe. Aus den besten Zehn herausgefallen ist FM Florian Gatterer. Er spielte zuletzt beim Open in Böblingen, wo er in neun Runden nur drei Zähler errang und viele Elopunke einbüßte.

 

Um den Jahreswechsel ist beim Elo-Berechner wieder die Frage aufgetaucht, warum einige Turniere für die SSB-Rangliste gewertet werden und andere nicht. Für die SSB-Elorangliste werden allgemein alle Turniere berücksichtigt, welche in Südtirol stattfinden. Das sind konkret die Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft, das Bozner Open, die Kaltern Trophy und das Festival von St. Ulrich. Vereinsturniere müssen hingegen beim SSB angemeldet werden.

Verpflichtend berechnet werden Turniere, bei denen ein Spieler als offizieller Vertreter des SSB mitspielt oder die Teilnahmegebühr vom SSB oder vom Regionalverband bezahlt wird. 

Turniere, die außerhalb der Landesgrenzen gespielt werden, müssen ebenfalls beim SSB angemeldet sein, falls die Ergebnisse für die Berechung berücksichtigt werden sollen. Das muss aber vor dem Turnierbeginn geschehen.

Im vergangenen Jahr endeten 66 Prozent aller angemeldeten Turniere mit einem positiven Ergebnis.