Veranstaltungen in Italien 2019

 

Gardolo

E

„Sagt mir bitte: Warum?“

A

10.06.2019 Wenn ein Südtiroler Nachwuchsspieler wie der Wipptaler Quentin Haller bei einem offenen Schachturnier Zweiter wird, wäre das schon eine besondere Meldung wert. Beim kürzlich in Gardolo ausgetragenen Turnier schrieben allerdings jene Schachspieler Schlagzeilen, die – nicht gekommen sind...

Eigentlich war alles angerichtet. Der Schachclub Nettuno Gardolo trat als Ausrichter eines Weekend-Turniers in Erscheinung, wobei es dem Veranstalter offenbar ein Anliegen war, dieses in einem kleineren Rahmen zu halten. So war die Teilnehmerzahl auf 32 begrenzt, das Turnier mit insgesamt 320 Euro dotiert, und die Möglichkeit, FIDE- oder FSI-Elovariationen zu erzielen sollte für einen zusätzlichen Anreiz sorgen, sich zur Teilnahme zu bewegen. Wie bei jedem Schachturnier dachte man im Organisationskomitee rund um den eifrigen und rührseligen Schiedsrichter Italo Aldo Ginevrini (im Bild) an jedes Detail und man hoffte, dass sich vor allem der reine Schachamateur davon angesprochen fühlte. Aber als das Turnier begann, fehlte das wichtigste: Teilnehmer!

Die Organisatoren dürften sich mehrmals ungläubig die Augen gerieben haben, denn in den Turniersaal verirrten sich – ob man es glaubt oder nicht – gerade einmal sechs (!) Teilnehmer: Drei aus dem Trentino und drei Südtiroler. Zur Erinnerung: Die Rede geht von einem offenen Turnier...

Nun hätte sich der Veranstalter auf Götz von Berlichingen besinnen können, was ihm kaum jemand übel genommen hätte. Das tat er aber nicht und zog stattdessen das Turnier durch. Wohlwissend, dass ein finanzielles Loch – wenn auch nur ein kleines – am Ende das Ergebnis sein würde.

Und darüber hinaus blieb beim Schiedsrichter Italo Aldo Ginevrini eine bittere Mine im Gesicht. Auf der Homepage wandte er sich an das ferngebliebene Schachvolk: „In Anbetracht der Tatsache, dass es im Trentino etwa 150 Spieler FSI-Mitglieder gibt, frage ich mich an dieser Stelle spontan, was der Grund für dieses mangelnde Interesse an einem komfortablen, nahen und günstigen FIDE/FSI-Turnier sein könnte. … An dieser Stelle möchte ich Ihnen all diese Überlegungen mitteilen, in der Hoffnung, dass einige von Ihnen mich aufklären und mich davon überzeugen können, auch in Zukunft ähnliche Veranstaltungen zu organsieren.“

 

Gardolo: Torneo Week-End “Nettuno”

vom 31. Mai bis 2. Juni 2019:

 

Endstand nach fünf Runden:

Rg.

Name

Elo

P

1.

Liguori Michele

1890

4,0

2.

Haller Quentin

1755

3,5

3.

Perino Alberto

2025

3,0

4.

Borgese Alessio

1503

2,5

5.

Benini Gabriele

1326

2,0

6.

Grossi Mariano

1598

0,0

 Venedig

E

Die Mühen waren nicht umsonst

A

06.06.2019 Kaum war das Turnier von Gallipoli beendet, hatte es Stefano Paparella eilig, den nächsten Turniersaal zu erreichen. Der befand sich in Venedig, wo ein fünfrundiges Schnellschachturnier auf dem Programm stand.

Nach einer zehnstündigen Fahrt unter dem italienischen Nachthimmel kam er in der geschichtsträchtigen Lagunenstadt an. Körperlich ermüdet, aber im Kopf hellwach setzte er sich an das Brett und gewann die ersten vier Partien, was dem Bozner ein gemütliches Finale erlaubte. In schnelles Remis bedeutete den Sieg einer Etappe, die im Rahmen des „Grand Prix del Triveneto“ ausgetragen wurde.

 

Grand Prix del Triveneto: Etappe in Venedig

Am 25. Mai 2019:

 

Endstand nach fünf Runden:

Rg

Name

Elo

P

BH

1

PAPARELLA STEFANO

1895

4,5

13,5

2

BORDIGNON Angelo

1963

4,0

12,5

3

ROSSI Gianni

1704

3,5

13,5

4

VELLUTI Alberto

1819

3,5

12,5

5

FRASCERRA ANDREA

1311

3,5

10,0

6

REDO Giorgio

2078

3,0

14,5

7

CAGNIN Francesco

1446

3,0

13,0

8

DE BIANCHI ASIA

1344

3,0

11,5

9

Budyi Danylo

1553

3,0

11,0

10

EVILIO LUCIA

1327

3,0

10,0

 

23 Teilnehmer

 

 

 

Gallipoli

E

Mit vier Punkten unter die Besten gekommen

A

02.06.2019 Nach ihrem starken Auftritt beim nationalen Finale der Schulschachmeisterschaften behielt Nicole Samantha Paparella ihre Form auch beim Turnier in Gallipoli bei. Dank einer gelungenen zweiten Turnierhälfte erspielte sie sich einen Platz unter den ersten Zehn.

Nachdem die Nummer eins der SSB-Elorangliste der Damen nach den ersten fünf Runden mit zwei Punkten in der unteren Tabellenhälfte des B-Opens zu finden war, steigerte sie sich und gewann die restlichen vier Partien hintereinander und erspielte sich mit diesem starken Endspurt den siebten Rang. Positver Nebeneffekt: Als beste Spielerin der Gruppe von 1899 bis 1800 Punkten gewann sie den vorgesehenen Spezialpreis.

Stefano Paparella kam mit fünf Punkten auf den 13. Rang.

Den Sieg im A-Open holte GM Mikhail Kobalja.

 

Gallipoli: 8° torneo internazionale del Salento 2019

Vom 18. bis 25. Mai 2019:

 

Open B: Endstand nach neun Runden:

Rg

Name

Fed

P

Cut1

Pizzuto Samuele Tullio 

ITA 

7.5 

47.00 

Tocco Paolo 

ITA 

7.0 

46.50 

Benedetti Antonella 

ARG 

6.5 

47.00 

Rigo Gianfrancesco 

ITA 

6.5 

45.00 

Inguscio Giorgio 

ITA 

6.0 

47.00 

Pelletier Arnaud 

 

6.0 

39.00 

Paparella Nicole Samantha 

ITA 

6.0 

37.00 

Bernabei Alberto 

ITA 

5.5 

44.50 

Schiappoli Dario 

ITA 

5.5 

44.50 

10 

Aron-samuel Emmanuel 

FRA 

5.5 

44.00 

 

weiters:

 

 

 

13 

Paparella Stefano 

ITA 

5.0 

44.00 

 

43 Teilnehmer

 

 

 

 Montesilvano

E

Angst vor den Großen? „Ich doch nicht…“

A

09.05.2019 Am 1. Mai hat die FIDE die neuen Wertungslisten veröffentlicht. Dabei ist vor allem der Aufstieg von Niccolò Casadio aufgefallen. Der 12-jährige Nachwuchsspieler hat beim Osterturnier von Montesilvano die Grenze von 2.000-Fide-Elopunkten überschritten und darf sich nun Meisterkandidat nennen. Bei dem erwähnten Turnier hat er in der ersten Runde für Aufsehen gesorgt.

Der serbische GM Stefan1 Djuric hat gewiss schon bessere Zeiten gehabt als es sein aktuelles Rating von 2366 Elopunkten vermuten lässt. Aber wenn es um einen Turniersieg geht, muss man ihn auf der Rechnung haben. So auch beim 4. Osterturnier von Montesilvano, welches er nach Wertung gewonnen hat.

Auf dem Weg zum Turniersieg kreuzten sich seine Klingen mit Niccolò Casadio. Dabei kam es zu folgender Stellung:

 

 

Casadio entkorkte in dieser Stellung eine nette Kombination: 23.Sg5+ hxg5 24.Dh5+ Lh6 25.Sxg6 Kg7 26.Sxf8 Dxf8 und nach den weiteren Zügen 27.Te5 Dd6 28.Tbe1 Le6 29.f4 gxf4 30.g4 Db6 31.Kh1 Th8 32.g5 Lxa2 33.Te8 b1D 34.Lxb1 Txe8 35.Txe8 Dxb1+ 36.Kh2 Dg6 37.gxh6+ Kh7 38.Dxc5 Dg3+ 39.Kg1 Le6 40.De5 De3+ 41.Dxe3 fxe3 42.Te7 b5 43.Kf1 Lc4+ 44.Ke1 e2 45.Txe2 Lxe2 46.Kxe2 Kxh6 47.Kf3 Kg5 48.g4 f5 49.gxf5 Kxf5 50.Ke3 Ke5 51.Kd3 Kd5 52.Kc2 Kc4 53.Kb2 b4 54.cxb4 Kxb4 war die Partie remis.

Soweit so gut. Der von der Kombination völlig überraschte Großmeister war vermutlich derart konsterniert, dass er den üblichen Handschlag bei Partieende vergaß und den Saal verließ. Und falls er die Partie anschließend analysiert hat, wird er sicher bemerkt haben, dass er eine spektakuläre Wendung verpasst hat, und zwar im 32. Zug. Mit 32…Lg4 33.Dh4 Se6! hätte er den Partieverlauf auf den Kopf gestellt.

Wie schon erwähnt: Djuric hat das Turnier trotzdem gewonnen. Casadio wurde Vierzehnter. Sein Vater dürfte angesichts der Leistung seines Sohnes vom 40. Platz nicht enttäuscht gewesen sein…

 

4. Osterturnier Montesilvano

Vom 19. bis 22. April 2019:

 

Endstand nach sechs Runden:

 

Djuric Stefan

SRB

5.0 

19.00 

Vuelban Virgilio

PHI

5.0 

18.50 

Naumkin Igor

RUS

4.5 

21.50 

Carnicelli Valerio 

ITA 

4.5 

20.50 

Collutiis Duilio 

ITA 

4.5 

19.50 

Pasini Nicolo ' 

ITA 

4.5 

16.00 

Aghayev Miragha 

ITA 

4.5 

16.00 

D 'antonio Neri 

ITA 

4.0 

19.50 

Granaldi Alessandro 

ITA 

4.0 

18.00 

10 

Kacani Kirk 

ITA 

3.5 

19.00 

 

Weiters:

 

 

 

14 

Casadio Niccolo' 

ITA 

3.5 

17.50 

40 

Casadio Lorenzo 

ITA 

1.5 

14.00 

44 Teilnehmer

Italienische Mannschaftsmeisterschaft 2019

E

Als hätte niemand gewinnen wollen…

A

24.04.2019 An Thomas Gurschler (im Bild), dem besten Spieler seiner Mannschaft, hat es sicher nicht gelegen, dass Naturns aus der C-Liga der italienischen Mannschaftsmeisterschaft CIS absteigen muss. Immerhin hat er das getan was ein Schachspieler am liebsten macht: Gewinnen. Aber insgesamt war es für die Mannschaft zu wenig.

Naturns bestritt die diesjährige Mannschaftsmeisterschaft der FSI mit zwei Mannschaften. Die zweite spielte im Kreis 14 der Serie C, zu der fünf Mannschaften gehörten. Zwischen dem 24. Februar und dem 14. April waren hier fünf Spieltage zu bestreiten.

Die ersten drei Runden erweckten den Eindruck, als wolle hier niemand gewinnen. Tatsächlich endeten alle Begegnungen mit einem 2:2-Unentschieden, darunter auch alle drei Begegnungen der Naturnser. Das ganze änderte sich dann in der vierten Runde, als Naturns gegen Istituto Stampa aus Reggio Emilia eine 1:3-Niederlage bezog und plötzlich um den Klassenerhalt bangen musste. Die Hoffnungen darauf platzten im wahrsten Sinn des Wortes wie eine Seifenblase. Während Naturns spielfrei war, spielte Scacchistica Parmense am letzten Spieltag gegen den Kreissieger Istituto Stampa ein 2:2, was Naturns knapp, aber doch auf den fünften und letzten Platz verdrängte.

Für Naturns spielten Thomas Gurschler (2,0 aus 2), Felix Maier und Leon Gitterele (je 1,0 aus 1), Wolfgang Wielander (1,0 aus 2), Anton Christanell (1,0 aus 4), Fridolin Maier (0,5 aus 2) und Raimund Nägele (0,5 aus 4).

 

CIS 2019: Serie C Kreis 14

Vom 24. Februar bis 14. April 2019:

Endstand:

Italienische Mannschaftsmeisterschaft 2019

E

Halbe Sachen gibt es in Naturns nicht

A

26.03.2019 Wenngleich der Höhepunkt der italienischen Mannschaftsmeisterschaft mit dem Masters in Brixen noch bevorsteht, waren in den letzten Wochen bereits einige Südtiroler wie Markus Thurner (im Bild) im Einsatz. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, vor allem die der Naturnser.

„Tatort“ Verona: Dort trafen sich vom 15. bis 17. März gleich mehrere Teams, um den Sieger der Gruppe 4 der Serie B und den der Gruppe 8 der Serie C zu ermitteln. Mit von der Partie war der Schachclub Naturns Jambo. Der Verein aus der westlichen Landeshälfte verzeichnete im Vorjahr ein schwarzes Jahr und stieg gleich zwei Mal ab: sowohl aus der heimischen Landesliga A als auch aus der nationalen Serie B.  Vor wenigen Wochen hat der Verein die Rückkehr ins ländliche Oberhaus geschafft und damit schon einmal einen Aufstieg gefeiert. Die Krönung dieser Saison folgte nun in Verona, wo man drei der vier Begegnungen für sich entschied und einmal die Mannschaftspunkte teilte. Mit sieben Punkten gelang damit der Kreissieg und der Aufstieg in die nächsthöhere Liga. Nach dem doppelten Abstieg im Vorjahr gibt es für Naturns den doppelten Aufstieg. Frei nach dem Motto: Halbe Sachen gibt es nicht. Für Naturns spielten FM Stefano Bonagura (1,2 aus 2), Raoul Nicolodi (2,4/4), Norbert Pichler (2,5/4), SSB-Präsident Thomas Kofler (1,5/2) und Hans Unterthurner, der alle vier Partien gewann.

Im Kreis 4 der Serie B spielte die Mannschaft von Marostica Lasker, zu dem neben IM Carlo Rossi auch FM Carlo Micheli, Michael Sader und Markus Thurner gehörten. Diesem Quartett gelang eigentlich ein gutes Turnier, was sich in der Bilanz von zwei Mannschaftssiegen und drei Unentschieden wiederspiegelt. Aber es war um eine Spur nicht gut genug, denn es reichte nur zum undankbaren dritten Abschlussrang, womit der Aufstieg knapp verpasst wurde. Micheli steuerte 3,5 Punkte, Thurner drei und Sader 2,5 Punkte zum Gesamtergebnis bei.

 

CIS 2019: Serie B Kreis 3

Vom 15. bis 17. März 2019:

Endstand:

 

 

CIS 2019: Serie C Kreis 8

Vom 15. bis 17. März 2019:

Endstand:

 

 Verona

 

Nur eine Niederlage in sieben Runden

A

22.01.2019 Für den Präsident des SC Gröden, Ruben Bernardi, hat das neue Jahr gut begonnen. Bei einem siebenrundigen Turnier in Verona errang er den sechsten Rang.

„Es sind keine Titelträger zum Turnier eingeladen“, hieß es in der Ausschreibung zur dritten Auflage des internationalen Schachturniers von Verona. Anlocken ließen sich solche auch keine angesichts des bescheidenen Preisfonds von 500 Euro für den Sieger, aber zwei kamen doch, und der einzige IM im Feld, Evgenij Kalegin, ließ es sich auch nicht nehmen, den Turniersieg zu holen. Dafür reichten ihm 5,5 Punkte nach sieben Runden und die um zwei Buchholzpunkte bessere Zweitwertung.

Zwei Südtiroler waren auch dabei. Schachmeister Ruben Bernardi startete im A-Open als Nummer vier der Setzliste. Mit drei Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage teilte er mit drei anderen Teilnehmern die Plätze drei bis sechs, wobei er allerding die schlechteste Wertung hatte und Sechster wurde.

Im C-Open beteiligte sich Albin Kofler vom SV Lana. Vier Punkte reichten zu Rang 15.

 

Verona: 3° international Chess Open

vom 2. bis 6. Jänner 2019

 

Open A: Endstand nach sieben Runden:

Rg.

Name

Land

Elo

Wtg1

Wtg2

1

IM Kalegin Evgenij

RUS

2424

5,5

26,5

2

Carli Carlo

ITA

2053

5,5

24,5

3

Vezzani Stefano

ITA

2127

4,5

27,0

4

FM Lumachi Gabriele

ITA

2237

4,5

26,5

5

Mameli Gianluca

ITA

2080

4,5

21,5

6

Bernardi Ruben

ITA

2189

4,5

20,0

7

Paler Adrian

ITA

2151

4,0

27,5

8

Difronzo Andrea

ITA

2238

4,0

27,0

9

Zenari Marco

ITA

2152

4,0

24,5

10

Dobboletta Alex

ITA

2123

3,5

25,0

 

20 Teilnehmer

 

 

 

 

 

Open C: Endstand nach sieben Runden:

Rg.

Name

Land

Elo

Wtg1

Wtg2

1

Frescura Davide

ITA

1594

6,0

26,0

2

Antolini Aldo

ITA

1541

5,0

27,5

3

Rusanov Ernest

ITA

1337

5,0

27,0

4

Mai Daniele

ITA

1422

5,0

24,5

5

Bortolotti Alessandro

ITA

1565

5,0

24,0

6

Giacchino Claudio

ITA

1591

4,5

29,0

7

Scagliarini Gennaro

ITA

1576

4,5

26,0

 

Goroshkov Mikhail

RUS

1348

4,5

26,0

9

Pasin Danilo

ITA

1386

4,5

23,0

 

weiters:

 

 

 

 

15

Kofler Albin Ernst

ITA

1587

4,0

22,0

 

38 Teilnehmer