INTERNATIONALE SCHACHTURNIERE 2018

 

  Schweden

E

Wenn das „gewinnen müssen“ nicht klappt…

A

09.01.2018 Er war ganz nahe dran, aber am Ende hat es nicht geklappt. Nicholas Paltrinieri hat dem Druck, die letzte Partie beim Rilton-Cup gewinnen zu müssen, nicht standgehalten und verpasste damit die zweite IM-Norm. Dabei hat er aber allen Grund, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein.

Um den Jahreswechsel findet in der schwedischen Hauptstadt Stockholm ein internationales Schachturnier statt. Dieses besteht seit dem Jahr 1971, als der schwedische Schachverband sein 105-jähriges Bestehen feierte. Namensgeber des Turniers ist der schwedische Arzt Tore Rilton, der den schwedischen Schachverband finanziell unterstützte, damit das Turnier jährlich veranstaltet werden konnte. Nach Rilton's Tod floss ein Teil seines Vermögens in die Stiftung Riltonfond, aus dem das Turnier auch heute noch finanziert wird.

Zuerst sollte es den einheimischen Schachspielern die Möglichkeit bieten, gegen die ausländischen Meister Erfahrung zu sammeln. Heute hat sich das Turnier in der Schachszene zu einer viel beachteten Veranstaltung etabliert. Kein Wunder, wenn man eine Blick auf die Besetzung der jüngsten Auflage wirft: 126 Teilnehmer, davon 25 Großmeister, 30 internationale Meister, 30 FIDE-Meister sowie elf Frauen mit dem analogen Titel.

Der Turnierverlauf ging auch in Südtirol nicht unbemerkt über die Bühne. Dafür sorgte Nicholas Paltrinieri. Der FM aus Kaltern sorgte zunächst für Furore, nach dem er gegen GM Allan Stig Rasmussen (Elo 2543) und GM Ivan Sokolov (2589, die Nummer zehn des Turniers), remisierte. In den folgenden sechs Runden konnte er zwei Siege und zwei Unentschieden verbuchen. Da das Niveau sehr hoch war, hatte er mit einer zwischenzeitlichen Performance von 2430 Punkten die IM-Norm in Reichweite. Dazu hätte er aber den letzten Gegner, den titellosen Lance Henderson de la Fuerte (2419) aus Spanien, schlagen müssen. Paltrinieri unternahm alles, am Ende musste er aber eine Niederlage in Kauf nehmen. „Alles in allem bin ich zufrieden“, schrieb Paltrinieri, der der verpassten IM-Norm selbstverständlich etwas nachtrauert. „Im Turnierverlauf habe ich sicher zwei halbe Punkte verschenkt, aber ich habe gut gespielt und weiß, wo ich mich verbessern kann.“

 

Stockholm: Rilton Cup 2017-2018

Vom 27. Dezember 2017 bis 5. Jänner 2018

 

Endstand nach neun Runden:

Rg.

Tit.

Name

Land

Elo

Pkt.

Wtg1

1

GM

Alekseenko Kirill

RUS

2590

7,5

43,5

2

GM

Chigaev Maksim

RUS

2555

7,0

43,5

3

GM

Antipov Mikhail Al.

RUS

2588

7,0

41,0

4

GM

Rasmussen Allan Stig

DEN

2543

7,0

40,5

5

GM

Salomon Johan

NOR

2475

6,5

47,0

6

GM

Aravindh Chithambaram Vr.

IND

2586

6,5

46,0

7

GM

Gledura Benjamin

HUN

2613

6,5

45,0

8

GM

Hammer Jon Ludvig

NOR

2620

6,5

43,5

9

GM

Sasikiran Krishnan

IND

2680

6,5

42,0

10

GM

Piorun Kacper

POL

2651

6,0

46,5

11

GM

Tari Aryan

NOR

2593

6,0

46,0

12

GM

Grandelius Nils

SWE

2647

6,0

45,5

13

IM

Nihal Sarin

IND

2507

6,0

43,5

14

IM

Lobanov Sergei

RUS

2441

6,0

43,5

15

IM

Eggleston David J

ENG

2389

6,0

39,0

 

 

weiters:

 

 

 

 

76

FM

Paltrinieri Nicholas

ITA

2293

4,0

43,5

121

FM

Seresin Francesco 

ITA

2216

2,5

30,0

 

 

126 Teilnehmer