INTERNATIONALE SCHACHTURNIERE 2018

 

 Österreich

E

Der Höhenflug eines jungen Wipptalers

A

07.09.2018 Das Angebot, in der Nordtiroler Landeshauptstadt ein starkes Turnier zu spielen, wird auch von den Südtiroler Denksportlern angenommen, wenngleich sich die Beteiligung in einem überschaubaren Rahmen hält. Bei der jüngsten Austragung hat der Wipptaler Quentin Haller (rechts im Bild) aus Südtiroler Sicht für Aufsehen gesorgt.

Der junge Wipptaler schien als 49-ter der Setzliste bei 80 Teilnehmern im Open B für seine Konkurrenten nur „Kanonenfutter“ zu sein, doch der 13-jährige zeigte ein ums andere Mal seine Zähne: Am Ende erzielte er sechs Punkte,  was den achten Gesamtrang ergab mit einer beachtlichen Leistung von 1998 Elopunkten und einem Zuwachs von 148 FIDE-Elopunkten. Als weitere angenehme „Konsequenz“ sicherte er sich Rang eins der vorgesehenen Kategorie U14 und den ersten Platz seiner Elogruppe. Der für die Veranstaltung verantwortliche Eventmanager Giorgio Gugler hat ihm die Preise überreicht (siehe Foto).

 

Das Innsbrucker Schach-Open ist gerade einmal zwei Austragungen alt, aber der Veranstalter hat es verstanden, das Schachspiel nicht nur einem Publikum zu präsentieren, sondern es auch direkt unter das Volk zu bringen. Ein anschauliches Beispiel dafür lieferte das Blitzturnier im Einkaufszentrum Sillpark. Dieses wurde nicht einfach in eine Saal „hineingepfercht“, sondern fand  dort statt, wo sich die Menschen bewegen: auf zwei Etagen mitten in einem Einkaufszentrum. Und die die Besucher hielten inne und beobachteten interessiert das Geschehen auf den 64 schwarz-weißen Feldern. Ein Bericht zu diesem Turnier hat Gerhard Bertagnolli auf dem Nachrichtenportal ChessBase veröffentlicht. Er schreibt: „Auch die Spieler zeigten sich von diesem Ambiente positiv überrascht: der etwas höhere Lärmpegel stört bei Blitzpartien de facto nicht sehr und dass die Schachspieler einmal so im Mittelpunkt stehen gefiel außerordentlich!“ Übrigens: Den Sieg dieses mit 26 Titelträgern (!) besetzten Turniers trug GM Markus Ragger davon.

Selbstverständlich tendierte der Lärmpegel beim 9-rundigen Open gegen den Nullpunkt. In zwei Leistungsklassen gingen 160 Spieler aus 19 Ländern an den Start, darunter neun GM, 17 internationle Meister und 13 FIDE-Meister. Das A-Open endete mit einem toten Rennen. Den Wertungsieg sicherte sich etwas überraschend der armenische GM Gevorg Harutjunyan vor den punktgleichen GM Erik van den Doel und FM Piotr Piesik. Letzterer, ein 28-jähriger Pole, rechnete damit, eine IM-Norm erzielt zu haben. Zu seiner Überraschung erhielt er von Hauptschiedsrichter Gerhard Bertagnolli die Bestätigung, dass er eine GM-Norm erfüllt hat!

Die beiden Südtiroler, IM Alexander Bertagnolli und FM Florian Gatterer, erzielten die Ränge 28 und 46. In der achten Runde saßen sich die beiden ehemaligen SSB-Ranglistenerste gegenüber, mit dem besseren Ende für Bertagnolli.

 

Innsbruck: 2. internationales Schachopen 2018

vom 24. August bis 1. September 2018

 

Open A, Endstand nach 9 Runden:

Rg.

Tit.

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

GM

Harutjunyan Gevorg

2441

ARM

7,0

46,0

50,5

2

GM

Van Den Doel Erik

2598

NED

7,0

45,0

48,5

3

FM

Piesik Piotr

2352

POL

7,0

43,0

45,5

4

GM

Venkatesh M.R.

2499

IND

6,5

43,0

47,0

5

GM

Palac Mladen

2541

CRO

6,0

48,5

52,0

6

GM

Bryzgalin Kirill

2430

RUS

6,0

47,5

52,5

7

IM

Zumsande Martin

2458

GER

6,0

47,5

51,5

8

IM

Gajek Radoslaw

2444

AUT

6,0

45,5

48,5

9

IM

Schnider Gert

2423

AUT

6,0

45,5

48,5

10

GM

Meshkovs Nikita

2524

LAT

6,0

44,5

49,0

11

GM

Loginov Valery A

2487

RUS

6,0

43,5

47,5

12

GM

Drazic Sinisa

2401

SRB

6,0

41,5

44,5

13

IM

Lobanov Sergei

2531

RUS

6,0

41,0

45,0

14

IM

Kilgus Georg

2415

AUT

6,0

39,5

43,5

15

IM

Li Di

2441

CHN

5,5

44,5

48,0

16

IM

Köpke Christian

2316

GER

5,5

42,5

46,0

17

FM

Ruff Maximilian

2281

GER

5,5

39,5

42,0

18

IM

Rogac Srdjan

2321

SRB

5,5

37,5

40,5

19

IM

Kolbus Dietmar

2303

GER

5,0

45,0

47,5

20

 

Gschnitzer Adrian

2333

GER

5,0

44,5

49,0

 

 

weiters:

 

 

 

 

 

28

IM

Bertagnolli Alexander

2375

ITA

5,0

39,0

42,0

46

FM

Gatterer Florian

2245

ITA

4,0

39,5

42,0

 

 

80 Teilnehmer

 

 

 

 

 

 

Open B, Endstand nach 9 Runden:

Rg.

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

Wischounig Laurin

1900

AUT

7,5

48,5

52,5

2

Svanda Adam

1841

CZE

7,0

46,5

50,0

3

Pernerstorfer Max

1955

AUT

6,5

47,0

51,5

4

Wersching Alfred

1987

AUT

6,5

47,0

51,0

5

Schranzhofer Marco

1871

AUT

6,5

46,0

49,5

6

Hammer David

1812

AUT

6,5

43,0

45,5

7

Vonach Bernhard  Dr.

1921

GER

6,0

45,5

48,5

8

Haller Quentin

1594

ITA

6,0

43,5

47,5

9

Grundhammer Gerhard

1816

GER

6,0

43,0

45,5

10

Schwarz Benedikt

1677

AUT

6,0

42,0

45,0

 

weiters:

 

 

 

 

 

27

Zuev Mikhail

1656

ITA

5,0

41,5

45,0

55

Kofler Albin

1534

ITA

4,0

32,0

34,5

71

Saxl Alexander

1466

ITA

3,0

30,5

32,5

 

80 Teilnehmer

 

 

 

 

 

 

 

Österreich

E

Plötzlich Spitzenteam statt Fahrstuhlmannschaft

A

28.05.2018 Seinem Südtiroler Stammverein stand der Brunecker Ignaz Oberhammer in der abgelaufenen SMM nur gerade einmal für einen Einsatz zur Verfügung. Zwei anderen Vereinen in Österreich war er stets zur Stelle, und dabei hat er jeweils groß aufgespielt.

Seit einigen Jahren gehören die beiden Pusterer Iganz Oberhammer und Lorenz Forer zum Stammkader des burgenländischen SK Potzneusiedl. Dieser Verein zeichnete sich in den letzten Jahren dadurch aus, dass er in die höchste Liga aufstieg, nur um ein Jahr später wieder abzusteigen. Als Aufsteiger galt natürlich dem Klassenerhalt die Aufmerksamkeit. Doch es wurde mehr. Der Schachverein einer 510 Einwohner zählenden Gemeinde beendete die elfrundige Meisterschaft etwas überraschend auf dem dritten Platz, und dies dank des Einsatzes von IM Egon Brestian und IM Miroslav Maslik, die beide überzeugen konnten, wenngleich letzter nicht so oft eingesetzt werden konnte wie gewünscht. Überzeugen konnte Oberhammer mit ausgezeichneten acht Punkten bei elf Einsätzen ebenfalls. Auch Lorenz Forer trug mit 50 Prozent der möglichen Punkte wesentlich zum starken Abschneiden bei.

Richtig Gas gegeben haben die beiden auch bei der Wiener Betriebsmeisterschaft. Dort spielen sie für das Team des ORF in der 1. Klassse Süd. Mit 23 Brettpunkten konnte das Team den Meisterschaftssieg für sich verbuchen. Oberhammer ließ sich dabei in sechs Spielen 4,5 Punkte, Forer in drei Einsätzen 3,5 Punkte gutschreiben. Der Algunder Josef Wieser war in drei Einsätzen ein Mal erfolgreich.

 

Burgenländische Mannschaftsmeisterschaft 2017/18

vom 17. September 2017 bis 29. April 2018

 

Endstand nach elf Runden:

Rg.

Mannschaft

Sp.

+

=

-

Pkt+

MP

1

Pamhagen HM

11

9

0

2

46,0

18

2

Oberwart 1

11

7

2

2

41,0

16

3

Potzneusiedl 1

11

7

1

3

38,0

15

4

Union Raiba Oggau 1

11

5

3

3

36,0

13

5

Mattersburg

11

5

3

3

35,5

13

6

Blackburne Nickelsdorf Bachofner

11

4

3

4

34,0

11

7

Lackenbach 1

11

1

6

4

29,5

8

8

Parndorf 1

11

4

2

5

29,0

10

9

SPGM Purbach-Donnerskirchen 1

11

3

2

6

29,0

8

10

Hornstein 1

11

3

2

6

29,0

8

11

Stegersbach 1

11

3

1

7

26,5

7

12

Blackburne Nickelsdorf Jirovec

11

1

3

7

21,5

5

 

 

Wiener Betriebsmeisterschaft 2017/18 – 1. Klasse Süd

vom 11. Oktober 2017 bis 28. Februar 2018

 

Endstand nach sieben Runden:

Rg.

Mannschaft

Sp.

+

=

-

Pkt.

MP3

1

Orf Wien

6

5

0

1

23,5

15

2

Polyglott L.S. Wien (b)

6

3

0

3

19,0

9

3

Ksv Wien Schachsektion

6

3

0

3

19,0

9

4

Team-Wien

6

3

0

3

18,0

9

5

Sg Bbsv / Sk Herndl

6

3

1

2

17,5

10

6

Tu Wien

6

3

0

3

17,0

9

7

Blindenverband Wien

6

0

1

5

12,0

1

8

Viper Room

0

0

0

0

0,0

0

Österreich

E

Olivetti konnte GM Rausis nicht stoppen

A

26.04.2018 Als Davide Olivetti in der sechsten Runde seinem Gegner, GM Igor Rausis, die Hand zum Zeichen der Aufgabe reichte, dürfte er dem tschechischen Großmeister gleichzeitig zum Turniersieg des Austria Opens gratuliert haben. Allerdings hätte der Großmeister einen Grund gehabt, seinem Gegner, Davide Olivetti, zum guten Abschneiden bei diesem Turnier seinen Glückwunsch auszudrücken... 

Der 57-jährige GM Igor Rausis ist in Russland geboren. Seit 2007 ist er aber für den tschechischen Verband gemeldet, nachdem er bereits für Russland, Lettland und Bangladesch spielberechtigt war. Er war bei Schacholympiaden Nationaltrainer von Ägypten, Bangladesch und der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Trainer des früheren Weltkassespielers Alexei Shirov und des ehemaligen U20-Weltmeisters Ahmed Adly. Zahlreiche Turniere hat er als Sieger beendet, nun fügte er seiner Siegerliste einen weiteren Erfolg hinzu, und zwar jenen beim Austria Open in Wien.

Dieses Turnier war vor allem quantativ mit 94 Teilnehmern aus 15 Nationen gut besetzt. Darunter waren drei IM, sechs FM und Rausis als einziger Großmeister und Nummer eins der Setzliste. Der Rolle als Favorit wurde er mit 6,5 Punkten voll gerecht. Dabei begnügte er sich in der letzten Runde mit einem Remis, nachdem er die ersten sechs Partien als Sieger beendete, in der Zwischenrangliste einen Punkt Vorsprung hatte und an seinem Turniersieg keine Zweifel aufkommen ließ.

Grund zur Freude hatte auch der Bozner Davide Olivetti, der mit fünf Punkten nach sieben Runden seine Erwartung deutlich übertraf, einen Geldpreis als Sechster aber knapp verpasste. Dazu hätte er die letzte Runde gewinnen müssen, doch das Vorhaben gelang ihm nicht. Der zweite Südtiroler Teilnehmer, Simon Keim vom kommenden B-Ligisten Wipptal Schach, musste sich mit Rang 46 begnügen.

 

Wien: Austria Open 2018

Vom 15. bis 21. April 2018

 

Endstand nach sieben Runden:

Rg.

 

Name

Elo

FED

Pkte

BH

1

GM

Rausis Igors  Dr.

2640

CZE

6,5

31,5

2

 

Belke Frank  Dr.

2282

GER

5,5

33,0

3

IM

Kolbus Dietmar

2291

GER

5,5

33,0

4

IM

Sadiku Bedri

2204

KOS

5,5

29,5

5

 

Wagner Gregor

2155

UZB

5,5

29,0

6

 

Olivetti Davide

2180

ITA

5,0

33,0

7

 

Heindl Matthias

2180

AUT

5,0

32,0

8

FM

Sadilek Peter

2279

AUT

5,0

32,0

9

 

Peyrer Konstantin

2170

AUT

5,0

29,5

10

IM

Hangweyrer Manfred

2358

AUT

5,0

29,0

11

 

weiters:

 

 

 

 

41

 

Keim Simon

1852

ITA

3,5

23,0

 

 

94 Teilnehmer

 

 

 

 

Nordtirol

E

Schwaz ist Sieger der TMM

A

14.04.2018 Auf souveräne Art und Weise hat Schwaz die Tiroler Mannschaftsmeisterschaft für sich entschieden. Mit einem Vorsprung von vier Punkten verwies der neue Meister die Teams aus Absam und Kufstein/Wörgl auf die Plätze zwei und drei.

Absam sicherte den zweiten Rang am letzten Spieltag mit einem 3:3-Remis gegen die Spielgemeinschaft Kufstein/Wörgl, in dessen Reihen auch in diesem Jahr der Kalterer IM Alexander Bertagnolli zum Einsatz kam. Er bestritt aber nur vier Matches, wobei er mit 3,5 Punkten überzeugte.

Die meisten der Südtiroler Spieler gehen für das Innsbrucker Team Rochade Rum an den Start. Als einziger spielte Stefan Moroder (im Bild) die Saison voll durch und erzielte in den neun Einsätzen vier Punkte. Daniel Brenninger war zwei Mal im Einsatz und blieb in beiden Partien siegreich. Ebenfalls nur zwei Partien spielte FM Andre Spornberger am ersten Brett; er remisierte beide Spiele an den ersten beiden Spieltagen und überließ das Spitzenbrett dem Ehrenburger FM Florian Gatterer. Diesem scheint das Gewinnen abhanden gekommen zu sein, denn wie schon zuvor in der 2. BL West konnte er auch in der TMM keine der sieben Partien gewinnen und musste sich mit fünf Punktteilungen begnügen. „Kein Sieg in der letzten Saison in Österreich... Aber die Partien waren nicht immer so schlecht wie die Ergebnisse“, schrieb Gatterer.

 

Tiroler Mannschaftsmeisterschaft 2017/18

Vom 30. September 2017 bis 14. April 2018

 

Endstand nach neun Runden:

Rg.

Mannschaft

Sp.

+

=

-

MP

Pkt.

1

Schwaz

9

9

0

0

18

38,0

2

Absam

9

6

2

1

14

36,0

3

Spg Kufstein/Wörgl

9

6

1

2

13

34,0

4

Spg Oberland

9

6

0

3

12

28,0

5

Rochade Rum

9

4

2

3

10

29,0

6

Spg Fügen-Mayrhofen/Zillertal

9

5

0

4

10

27,5

7

Völs & Hak Ibk

9

3

0

6

6

23,0

8

Innsbruck-Pradl

9

2

0

7

4

20,0

9

Reutte

9

1

0

8

2

16,0

10

Spg Hall\Mils

9

0

1

8

1

18,5

Deutschland

E

Einer mit großen Zielen, ein anderer mit bescheidenen

A

10.04.2018   Nach dem Sieg des erst 13-jährigen IM Vincent Kaymer beim stark besetzten Grenke Open am Ostermontag steht die deutsche Schachwelt Kopf, und die Schachmedien übertreffen sich mit allerhand Superlativen  Andere Spieler haben bei diesem Turnier auch ein Ziel erreicht, aber halt eine, nein, einige Nummern kleiner...

Das Grenke Open in Karlsruhe kann zurecht für sich in Anspruch nehmen, eines der größten und am besten besetzen Turniere der Welt zu sein. Auch in diesem Jahr beeindruckte das Teilnehmerfeld mit übern 1400 Anhängern des königlichen Spiels aus aller Welt. Allein im A-Open tummelten sich im Feld der 787 Denksportler über 260 Titelträger und Titelträgerinnen, darunter vier Spieler, die Mitglied des elitären 2.700-er Clubs sind. Platz gibt es im Spielsaal genug, die Spieler fanden ideale Bedingungen vor, sagte FM Nicholas Paltrinieri, einer der Teilnehmer.

Weniger günstig ist das Programm. Die neun Runden haben die Spielern in fünf Tagen zu bewältigen. So müssen die Spieler auch eine Portion Ausdauer mitbringen. Nicht jeder ist dieser Herausforderung gewachsen. Paltrinieri war es auch nicht. „Ich dachte, ich bin fitt genug für dieses Turnier“, gab er zu und schob gleich den Grund dafür nach: „Wahrscheinlich bin ich auch nicht mehr der jüngste...“ witzelte der 22 Jahre „alte“ Kalterer. Immerhin schaffte er nach guten Turnierbeginn die 50-Prozent-Marke, muss sich aber – laut eigenen Aussagen – von 30 Fide-Elopunkten verabschieden.

Ein gutes Turnier spielte hingegen FM Francesco Seresin. Das erste Brett des Südtiroler Vizemeisters konnte 5,5 Punkte erringen. Das selbe Punktergebnis erspielte sich Davide Olivetti. Der Bozner konnte mit diesem Resultat die Marke von 2.200 Elopunkte übertreffen und erfüllte sich damit ein weiteres Ziel auf der Karriereleiter.

Ein solches erfüllte sich auch für den Sensationssieger in Karlsruhe, dem erst 13-jährigen IM Vincent Kaymer. Die von Grenke unterstützte und von GM Peter Leko trainierte deutsche Nachwuchshoffung erfüllte mit dem Turniersieg eine GM-Norm und hat nun die Chance auf eine höhere Herausforderung. Traditionell erhält der Sieger dieses Turniers eine Einladung zum nächsten Grenke Chess Classic, wo Gegner wie Carlsen und andere Weltstars mitspielen. Vincent Kaymer hat damit offenbar ein Problem: Wegen seiner bescheidenen Elozahl (aktuell 2403) würde er nicht auf eine Teilnahme bestehen.

Ein anderes Problem beschäftigte Davide Olivetti zwischen den Schlussrunden am Ostermontag. Sein dringendes Anliegen schickte er via Handy nach Bozen: „Come sta andando a Caldaro?“ Gegensätze ziehen sich an...

 

Grenke Chess Open 2018 in Karlsruhe

Vom 29. März bis 2. April 2018

 

Endstand nach 9 Runden:

Rg

Titel

Teilnehmer

Elo

Land

Punkte

Buchh

1

IM

Keymer  Vincent

2403

GER

8,0

52.5

2

GM

Korobov  Anton

2664

UKR

7,5

56.0

3

GM

Gordievsky  Dmitry

2630

RUS

7,5

54.5

4

GM

Shirov  Alexei

2651

LAT

7,5

52.0

5

GM

Lagarde  Maxime

2587

FRA

7,0

57.0

6

GM

Bindrich  Falko

2602

GER

7,0

54.0

7

GM

Sadzikowski  Daniel

2583

POL

7,0

53.5

8

GM

Firat  Burak

2453

TUR

7,0

53.5

9

GM

Antal  Gergely

2540

HUN

7,0

52.5

10

IM

Valsecchi  Alessio

2510

ITA

7,0

52.5

11

GM

Andreikin  Dmitry

2712

RUS

7,0

52.5

12

IM

Santos Latasa  Jaime

2549

ESP

7,0

52.0

13

GM

Kollars  Dmitrij

2534

GER

7,0

51.5

14

IM

Grinberg  Eyal

2448

ISR

7,0

51.5

15

GM

Wang  Hao

2713

CHN

7,0

51.0

16

GM

Heimann  Andreas

2574

GER

7,0

51.0

17

GM

Malakhatko  Vadim

2536

BEL

7,0

51.0

18

GM

Landa  Konstantin

2613

RUS

7,0

50.5

19

GM

Bacrot  Etienne

2718

FRA

7,0

50.0

20

IM

Lampert  Jonas

2532

GER

7,0

49.5

 

 

weiters:

 

 

 

 

168

FM

Seresin  Francesco

2233

ITA

5,5

45.0

185

 

Olivetti  Davide

2173

ITA

5,5

42.5

345

FM

Paltrinieri  Nicholas

2317

ITA

4,5

43.0

 

 

787 Teilnehmer

 

 

 

 

 

 

Wien

E

Favoriten-Sieg beim Favoriten-Open

A

04.04.2018 Simon Keim vom Schachclub Wipptal Schach dürfte einen Grund haben, seine Teilnahme am Favoriten-Open in Wien in guter Erinnerung zu behalten. Das Turnier begann für ihn mit einem unerwarteten Remis.

Die ausgeschriebenen sieben Runden dieses Turniers verteilten sich auf sieben Abende in einem Zeitraum von knapp drei Wochen. „Ich mag dieses Turnierformat, obwohl es auch seine Kehrseiten hat“, schrieb der Sterzinger. Denn es sei schwierig, genau an dem Tag den richtigen Fokus fürs Schach zu haben, meinte er.

Das Versprechen der Organisatoren, dass die Teilnehmer „beste Bedingungen“ vorfinden würden, rief 35 Schachspieler auf den Plan, darunter waren immerhin vier Titelträger. Die vorderen beiden Plätze der Setzliste nahmen als haushohe Favoriten die österreichischen Großmeister Ilia Balinov und Nikolaus Stanec ein, gefolgt von FM Joachim Wallner und IM Ernst Weinzettel.

Den letzteren führte das Los mit Simon Keim zusammen. Trotz der vermeintlichen Favoritenstellung des 59-jährigen Titelträgers endete der erste Spieltag mit einer Überraschung. Da Keim nichts zu verlieren hatte, konnte er locker aufspielen, und nach 36 Zügen einigten sich die beiden auf die Punktteilung. Allerdings konnte Keim vom Schwung des Turnierauftakts nicht wirklich profitieren. „Der Rest des Turniers war Licht und Schatten“, kommentierte er den weiteren Verlauf. Womit seine Einschätzung zum Turnierformat eine Bestätigung erhielt. Mit 3,5 Punkten musste er sich mit einer Platzierung im Mittelfeld zufrieden geben.

Den Sieg trug GM Nikolaus Stanec davon. Er gewann alle sieben Partien und holte den ersten Geldpreis in der Höhe von 350 Euro.

 

Wien: 17. SZ-Favoriten-Open 2018

Vom 1. bis 22. März 2018

 

Endstand nach sieben Runden:

Rg.

 

Name

Land

Elo

Pkt.

Wtg1

1

GM

Stanec Nikolaus

AUT

2451

7,0

29,0

2

FM

Wallner Joachim

AUT

2312

6,0

31,5

3

GM

Balinov Ilia

AUT

2477

5,0

34,0

4

 

Leitner Gerald  DI.

AUT

2089

5,0

27,5

5

 

Jirovec Alfred  Dr.

AUT

1992

4,5

27,5

6

 

Liegler Andreas

AUT

1694

4,5

27,0

7

 

Kassel Walter  Dr.

AUT

1820

4,5

21,5

8

 

Oberhuber Alexander

AUT

2061

4,0

32,0

9

 

Wagner Gregor

UZB

2156

4,0

30,5

10

IM

Weinzettl Ernst

AUT

2266

4,0

28,5

 

 

weiters:

 

 

 

 

17

 

Keim Simon

ITA

1708

3,5

23,0

 

 

35 Teilnehmer

 

 

 

 

Österreich

E

Man kann auch ohne Großmeister gewinnen

A

16.03.2018   Zeitgleich mit der einheimischen Schach-meisterschaft endete in Österreich die zweite Bundesliga. Zufrieden zeigte sich der Tiroler Landesverband mit dem Abschneiden der Nordtiroler Vereine, in deren Reihen auch in diesem Jahr wieder einige Südtiroler im Einsatz waren, unter anderem FM Max Spornberger (im Bild).

Bis zum Schluss kämpften zwei Tiroler Vereine um den Aufstieg in das österreichische Oberhaus. Den Sieg nach elf Runden trug das zweite Team aus Hohenems davon, welches im Meisterschaftsverlauf sechs internationale Meister aufbot. Weil der Verein aber bereits in der Bundesliga vertreten ist – und dort auch bleiben wird –, verliert diese Mannschaft das Aufstiegsrecht. Dieses ging deshalb an die Mannschaft auf Rang zwei, an den SK Zillertal, das im Gegensatz zur siegreichen Mannschaft mit Jan Votava, Peter Michalik, Zigurds Lanka und Jens-Uwe Maiwald vier Großmeister an die Bretter brachte. Den dritten Rang holte die Spielgemeinschaft Kufstein/Wörgl, an dessen ersten Brett IM Alexander Bertagnolli Platz nahm. In acht Einsätzen erzielte er 4,5 Punkte.

Auf dem achten Rang landete der SK Rochade Rum, der auf die Kräfte der Südtiroler Spitzenspieler vertraut. Von diesen schnitt FM Max Spornberger mit vier Punkten in sechs Matches am besten ab. FM Florian Gatterer, FM Nicholas Paltrinieri, FM Andre Spornberger und Stefan Moroder waren ebenfalls im Einsatz, blieben aber unter 50 Prozent der möglichen Punkte.

Details zu den Ergebnissen auf Chess-Result.

 

2. österreichische Bundesliga West 2017/18

Vom 13. Oktober 2017 bis 11. März 2018

 

Endstand nach elf Runden:

Rg.

Mannschaft

Sp.

+

=

-

BP

MP

1

Hohenems II

11

10

1

0

43,0

21

2

Zillertal

11

9

1

1

47,0

19

3

Kufstein/Wörgl

11

8

1

2

38,0

17

4

Bregenz

11

6

2

3

42,5

14

5

Jenbach 2

11

5

2

4

33,5

12

6

Sparkasse Neumarkt

11

3

4

4

30,0

10

7

ASK Salzburg

11

3

3

5

27,0

9

8

Rochade Rum

11

3

1

7

30,0

7

9

Pradl

11

2

3

6

27,0

7

10

Dornbirn

11

3

1

7

26,5

7

11

Götzis 2

11

2

1

8

26,0

5

12

Ranshofen

11

1

2

8

25,5

4

  Schweden

E

Wenn das „gewinnen müssen“ nicht klappt…

A

09.01.2018 Er war ganz nahe dran, aber am Ende hat es nicht geklappt. Nicholas Paltrinieri hat dem Druck, die letzte Partie beim Rilton-Cup gewinnen zu müssen, nicht standgehalten und verpasste damit die zweite IM-Norm. Dabei hat er aber allen Grund, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein.

Um den Jahreswechsel findet in der schwedischen Hauptstadt Stockholm ein internationales Schachturnier statt. Dieses besteht seit dem Jahr 1971, als der schwedische Schachverband sein 105-jähriges Bestehen feierte. Namensgeber des Turniers ist der schwedische Arzt Tore Rilton, der den schwedischen Schachverband finanziell unterstützte, damit das Turnier jährlich veranstaltet werden konnte. Nach Rilton's Tod floss ein Teil seines Vermögens in die Stiftung Riltonfond, aus dem das Turnier auch heute noch finanziert wird.

Zuerst sollte es den einheimischen Schachspielern die Möglichkeit bieten, gegen die ausländischen Meister Erfahrung zu sammeln. Heute hat sich das Turnier in der Schachszene zu einer viel beachteten Veranstaltung etabliert. Kein Wunder, wenn man eine Blick auf die Besetzung der jüngsten Auflage wirft: 126 Teilnehmer, davon 25 Großmeister, 30 internationale Meister, 30 FIDE-Meister sowie elf Frauen mit dem analogen Titel.

Der Turnierverlauf ging auch in Südtirol nicht unbemerkt über die Bühne. Dafür sorgte Nicholas Paltrinieri. Der FM aus Kaltern sorgte zunächst für Furore, nach dem er gegen GM Allan Stig Rasmussen (Elo 2543) und GM Ivan Sokolov (2589, die Nummer zehn des Turniers), remisierte. In den folgenden sechs Runden konnte er zwei Siege und zwei Unentschieden verbuchen. Da das Niveau sehr hoch war, hatte er mit einer zwischenzeitlichen Performance von 2430 Punkten die IM-Norm in Reichweite. Dazu hätte er aber den letzten Gegner, den titellosen Lance Henderson de la Fuerte (2419) aus Spanien, schlagen müssen. Paltrinieri unternahm alles, am Ende musste er aber eine Niederlage in Kauf nehmen. „Alles in allem bin ich zufrieden“, schrieb Paltrinieri, der der verpassten IM-Norm selbstverständlich etwas nachtrauert. „Im Turnierverlauf habe ich sicher zwei halbe Punkte verschenkt, aber ich habe gut gespielt und weiß, wo ich mich verbessern kann.“

 

Stockholm: Rilton Cup 2017-2018

Vom 27. Dezember 2017 bis 5. Jänner 2018

 

Endstand nach neun Runden:

Rg.

Tit.

Name

Land

Elo

Pkt.

Wtg1

1

GM

Alekseenko Kirill

RUS

2590

7,5

43,5

2

GM

Chigaev Maksim

RUS

2555

7,0

43,5

3

GM

Antipov Mikhail Al.

RUS

2588

7,0

41,0

4

GM

Rasmussen Allan Stig

DEN

2543

7,0

40,5

5

GM

Salomon Johan

NOR

2475

6,5

47,0

6

GM

Aravindh Chithambaram Vr.

IND

2586

6,5

46,0

7

GM

Gledura Benjamin

HUN

2613

6,5

45,0

8

GM

Hammer Jon Ludvig

NOR

2620

6,5

43,5

9

GM

Sasikiran Krishnan

IND

2680

6,5

42,0

10

GM

Piorun Kacper

POL

2651

6,0

46,5

11

GM

Tari Aryan

NOR

2593

6,0

46,0

12

GM

Grandelius Nils

SWE

2647

6,0

45,5

13

IM

Nihal Sarin

IND

2507

6,0

43,5

14

IM

Lobanov Sergei

RUS

2441

6,0

43,5

15

IM

Eggleston David J

ENG

2389

6,0

39,0

 

 

weiters:

 

 

 

 

76

FM

Paltrinieri Nicholas

ITA

2293

4,0

43,5

121

FM

Seresin Francesco 

ITA

2216

2,5

30,0

 

 

126 Teilnehmer